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TÜV Soest gibt Tipps für den Winter

Vier Millimeter Profil sind im Winter ideal, sagt Christian Schwarz vom TÜV Soest.

Foto: choja

Vier Millimeter Profil sind im Winter ideal, sagt Christian Schwarz vom TÜV Soest. Foto: choja

Warstein/Soest.  Für Autofahrer bringt die dunkle Jahreszeit manche Umstellung mit sich. Der TÜV Soest erklärt, was zu tun ist.

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Der Herbst bringt neben bunten Blättern und kühleren Tagen auch wieder einige Umstellungen für Autofahrer mit sich. Wer entspannt in die dritte Jahreszeit starten möchte, sollte sein Fahrzeug und sich selbst gut vorbereiten. Christian Schwarz, Leiter der TÜV-Station Soest, gibt hilfreiche Tipps, worauf man nun achten sollte.

Reifenwechsel

Für Fahrzeughalter steht im Herbst der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen an. Generell ist man zwar nicht dazu verpflichtet, die Reifen in einem bestimmten Zeitraum an seinem Fahrzeug zu wechseln. „Die Winterreifenpflicht gilt jedoch situationsabhängig. Das bedeutet, dass Fahrer diese aufziehen müssen, sobald sie die Fahrt bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder auch Reifglätte antreten wollen“, sagt Christian Schwarz. Anhänger sind von dieser situationsabhängigen Verpflichtung ausgenommen.

Wie bei allen Reifentypen gilt eine minimale Profiltiefe von 1,6 Millimetern. „Allerdings empfehle ich bei Winterreifen eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern nicht zu unterschreiten. So bleibt die Bodenhaftung, insbesondere auf matschigen, schneebefallenen Straßen, bestehen“, erklärt der TÜV-Experte.

Wer über die Neuanschaffung von Winterreifen nachdenkt, sollte wissen, dass es eine neue Regelung bezüglich der Kennzeichnung von Winterreifen gibt. Bisher konnte man die Winterreifen unter anderem an dem Kürzel M+S erkennen. Alle Reifen, die mit diesem Kürzel gekennzeichnet sind und vor dem 1. Januar 2018 hergestellt wurden, gelten nur noch bis zum 30. September 2024 als wintertauglich. Pneus, die ab Januar 2018 hergestellt werden, tragen statt dem M+S-Kürzel das „Alpine-Symbol“. Dieses erkennt man an einem stilisierten Berg und einer Schneeflocke. Sie sind auch über das Ablaufjahr hinaus gültig.

Durchblick behalten

Die fortschreitende Automatisierung von Funktionen erleichtert Autofahrern vieles. Eine dieser Funktionen ist das Automatiklicht, das sich selbstständig auf Helligkeit und Dunkelheit einstellt und dem Fahrer so das An- und Ausschalten des Abblendlichts erspart. Man sollte sich aber nicht blind darauf verlassen, dass die Anlage einem alles abnimmt: „Beim Automatiklicht schalten sich Sonderleuchten wie Nebelschlusslicht und Nebelscheinwerfer nicht automatisch an“, warnt Christian Schwarz.

Ist es tagsüber neblig, schaltet das System das Abblendlicht ab und lediglich die Tagfahrleuchten bleiben eingeschaltet. Das Fahrzeug ist so noch schlechter zu sehen, da die Nebelleuchten im Automatikmodus nicht aktiviert werden. „Bei Nebel sollte man deshalb unbedingt vom Automatikmodus auf das normale Abblendlicht umschalten. Aus dieser Position heraus, lassen sich Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten problemlos zuschalten“, rät der TÜV-Experte.

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