Rosenmontags-Bilanz

Veranstalter und Einsatzkräfte loben Karnevalisten in Rüthen

Dichtes Schneegestöber: Am Ende des Rosenmontagszuges ist Durchhaltevermögen von Teilnehmern und Zuschauern gefordert.

Dichtes Schneegestöber: Am Ende des Rosenmontagszuges ist Durchhaltevermögen von Teilnehmern und Zuschauern gefordert.

Foto: Armin Obalski

Rüthen.   Bis auf eine Ausnahme ungetrübt war der Spaß beim Rosenmontagsumzug in Rüthen – doch für diese konnte wirklich niemand etwas.

Auch wenn auf der letzten Etappe des Rüthener Rosenmontagszuges Straßen und Teilnehmer durch einen kurzen Schneesturm weiß wurden, ist in der Bilanz des Tages „alles im grünen Bereich“. Laut Organisatoren und Einsatzkräften kam es zu keinen besonderen Vorfällen. Nur die Feuerwehr übernahm in der Nacht in zwei – vermutlich alkoholbedingten – Fällen die Rolle des Ersthelfers.

Karnevalsgesellschaft

„Alles ist wunderbar gelaufen“, ist Uwe Kaps, Präsident der Rüthener Karnevalsgesellschaft am Tag nach dem Höhepunkt der Session hochzufrieden. Keine Probleme habe es durch den neuen Aufstellungsort des Zuges in der Mittleren Straße gegeben. Dieser war durch die Baumaßnahmen für die beiden Kreisverkehre und die Sperrung des Grabenwegs erforderlich. „Alle haben sofort den Weg gefunden“, berichtet er. Kein Kunststück: Die Karnevalisten hatten die Route sogar ausgeschildert. Nur auf das Schneetreiben hätte man verzichten können.

Für den Zug an sich sei die verkürzte Route kein Verlust gewesen. „Es fehlten vielleicht fünf Minuten und 100 Meter“, so Kaps. Dennoch geht der Präsident davon aus, dass kommendes Jahr alles seinen gewohnten Gang gehen kann. Aber: „Wir müssen mal sehen, wie es sich mit den Kreisverkehren verhält.“ Am Veilchendienstag war für Uwe Kaps und den Elferrat Arbeit angesagt: Halle aufräumen, die Wagen der KG in die Vereinsscheune schaffen, dann gemütlicher Ausklang.

Feuerwehr

Zwei Mal war in der Nacht von Montag auf Dienstag die Feuerwehr als Ersthelfer bei so genannten „First Responder“-Einsätzen gefragt. Das bedeutet, wie Sprecher Andreas Schrewe erklärt, dass gerade keine Kräfte des Rettungsdienstes des Kreises Soest verfügbar waren. Um 21.51 Uhr wurde die Löschgruppe Rüthen in die Hachtorstraße gerufen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leistete sie medizinische Hilfe bei einer nicht ansprechbaren Person, die anschließend an den Rettungsdienst übergeben wurde. Um kurz vor 23 Uhr war dies nochmals nach einem Treppensturz im Bereich der Stadthalle der Fall.

Am Nachmittag hatten 25 Mitglieder des Löschzuges 1 den Rosenmontagsumzug abgesichert, insbesondere die Wagen durch die Straßen begleitet. 15 weitere Einsatzkräfte aus den beiden anderen Zügen sicherten unterdessen im Gerätehaus am Gartenweg die Wachbereitschaft, sollte es zu anderen Einsätzen kommen, was allerdings laut Schrewe nicht der Fall war. Drei Einsatzfahrzeuge, darunter die Drehleiter, waren am Nachmittag hinter dem Hachtor postiert, dies aber nur aus dem Grund, dass auch deren Besatzung einen Blick auf den Umzug werfen wollte, ohne die Einsatzfähigkeit zu beeinträchtigen.

Ordnungsamt

„Keine besonderen Vorkommnisse am Zug und danach und auch keine Beschwerden“, hatte am Dienstag Andreas Rüther vom städtischen Ordnungsamt zu vermelden. Er selbst sowie die beiden Außendienstler Meinolf Schweins und Matthias Vogel und außerdem ein Mitarbeiter des Kreisjugendamtes hätten den Zug und die anschließende Party in der Stadthalle im Auge gehabt. Verstöße – etwa gegen die Jugendschutzauflagen, was die Ausgabe von Alkohol angeht – seien nicht festgestellt worden.

Polizei

Ganz kurz kann sich Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper fassen: „Uns liegen keine Anzeigen vor, alle haben sich gut benommen.“

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