Klettergebiet

Vorerst keine Toiletten für Kletterer am Hillenberg

Die Kletterarena Hillenberg in Warstein gehört zu den bedeutendsten Klettergebieten im Sauerland.

Die Kletterarena Hillenberg in Warstein gehört zu den bedeutendsten Klettergebieten im Sauerland.

Foto: sabrinity.com

Warstein.   Die Kletterer am Hillenberg in Warstein müssen weiter auf Toiletten warten. Die SPD will jetzt keinen Sanitärcontainer mehr aufstellen lassen.

Die SPD-Fraktion nimmt Abstand von ihrem Antrag, einen Sanitärcontainer in der Nähe der Kletterarena Hillenberg aufzustellen. Nach einer ersten Kostenschätzung durch die Stadt sollte das Thema in den Haushaltsberatungen diskutiert werden. Jetzt sei die Verwaltung „gebeten worden, den Antrag zunächst nicht weiter zu verfolgen“.

DAV-Stellungnahme bringt Wende

Auslöser für den Stimmungsumschwung bei den Sozialdemokraten war eine Stellungnahme des Deutschen Alpenvereins (DAV), der den Kletterfelsen betreibt. „Der DAV hatte nach diversen Kontrollgängen festgestellt, dass eine WC-Anlage in der Kletterarena nur eine sehr geringe Frequentierung erfahren würde“, teilt die SPD-Fraktion mit.

„Nach der Stellungnahme sind wir der Meinung, dass die neben den Installationskosten anfallenden laufenden Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen“, erklärt die zweitgrößte Ratsfraktion. Zudem sei die Betreuung der Anlage nicht gesichert.

Diskussion im Ausschuss über Folgekosten

Ursprünglich war geplant, einen für die Flüchtlingsversorgung angeschafften und dort inzwischen nicht mehr benötigten Sanitärcontainer in der Nähe des Hillenbergs aufzustellen (wir berichteten). Die Stadt rechnete mit 30 000 Euro für den Aufbau und 2000 Euro Reinigungs- und Unterhaltskosten pro Jahr. Die SPD hatte damals angeregt, die Kletterer eventuell über Nutzungsgebühren an den Kosten zu beteiligen.

In den anderen Fraktionen war bereits im Juli Widerspruch aufgekommen. Bei einer Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss erklärte Jochen Köster (BG), die Anschaffung abzulehnen, Alfred Schulte (CDU) rechnete mit deutlich höheren Folgekosten.

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