Waldfreibad

Freibadgelände in Hirschberg soll schon 2019 umgebaut werden

Freibad Hirschberg

Foto: Michael Pelser

Freibad Hirschberg Foto: Michael Pelser

Hirschberg.   Das ehemalige Waldfreibad in Hirschberg soll schon 2019 zu einem Waldsee umgebaut werden. Inzwischen steht ein detaillierter Finanzplan.

Neben staatlichen Fördergeldern setzt der Vereinsring Hirschberg zur Finanzierung der Pläne rund um das ehemalige Waldfreibad auch auf Preisgelder. Jetzt haben sich die zuständige Arbeitsgruppe Dorfentwicklung und der Vereinsring für das Programm „Westfalen-Beweger 2018“ beworben. Damit haben die Hirschberger die Chance auf einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 17 000 Euro und darüber hinaus auch auf fachliche Unterstützung.

Für die Bewerbung legt die Arbeitsgruppe erstmals einen detaillierten Finanzierungs- und Zeitplan für das umfangreiche Projekt vor. Auf dem Freibadgelände soll bis 2020 ein Waldsee entstehen, zugleich soll das gesamte Bermecketal durch Möglichkeiten zum Wasserspiel und zum Naturerlebnis touristisch aufgewertet werden (ausführlicher Bericht mit Karte hier).

Finanzierung

Schon bei der ersten Vorstellung der neuen Pläne, die auf der Abschlussarbeit einer Studentin beruhen, erklärte der Vereinsring, für einen Großteil der Kosten Fördermittel gewinnen zu wollen. Dies gilt insbesondere für die vorgesehene Renaturierung der am Rande des Freibadgeländes verlaufenden Bermecke. In dem Zusammenhang könnte auch das Gelände neu modelliert werden. Mit 248 000 Euro liegt darin auch der größte Kostenfaktor.

Für die Geländevermessung und die Vorentwurfsplanung hatte der Vereinsring bereits 5000 Euro aus der eigenen Kasse bereitgestellt. Den Rückbau des Schwimmbeckens und des Badehauses – die Kosten dürften bei rund 130 000 Euro liegen – bezahlen die Stadtwerke. Für den Lückenschluss des Rundwanderweges durch das Bermecketal kalkuliert der Vereinsring mit 12 850 Euro. Wasserspielgeräte wie Dämme oder Laufsteine sollen für 18 750 Euro angeschafft werden.

Deutlich vor Augen haben die Hirschberger auch schon, wie sie das mögliche Preisgeld verwenden möchten. Zunächst zeichnet die Westfalen-Initiative die zehn besten Projekte mit 2000 Euro aus, die der Vereinsring für die Beantragung der Fördergelder aufwenden möchte.

Das Projekt, das in der Folgezeit die besten Fortschritte erzielt, wird final mit 15 000 Euro prämiert, die in Kombination mit Fördergeldern für die Gestaltung des Erlebnistals genutzt werden sollen. Doch selbst sollte die Bewerbung erfolglos bleiben, zeigen sich die Hirschberger optimistisch: Schon heute sind 50 Prozent des fälligen Eigenanteils über Spenden und Eigenkapital gedeckt.

Die wichtigste Nachricht für Besucher: Über Eintrittspreise will der Vereinsring das Vorhaben nicht finanzieren, der Zugang soll kostenlos möglich bleiben.

Zeitplan

Nach der Schließung des Freibads im Jahr 2010 und zwei gescheiterten Versuchen zur Wiedereröffnung will der Vereinsring Hirschberg jetzt keine Zeit mehr verlieren. Ende 2018 sollen Nutzungs- und Finanzierungskonzepte für das Bermecketal inklusive des Freibadgeländes vorliegen. Die komplette bauliche Umsetzung ist für 2019 geplant: Geländemodellierung und Renaturierung. Auch der Wanderweg soll schon im kommenden Jahr erweitert und die ersten Wasserspiel-Möglichkeiten für Kinder aufgebaut werden.

In den Folgejahren soll das Bermecketal dann zu einem echten Erlebnisort erweitert werden. „Von 2020 bis 2023 werden wir schrittweise neue Spielgeräte anschaffen und je nach Finanzlage neue Attraktionen links und rechts des Weges anlegen“, kündigt Michael Pelster von der AG Dorfentwicklung bereits an.

Folgen Sie der WESTFALENPOST Warstein auch auf Facebook.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik