Ausstellung

Wander-Ausstellung zeigt Querschnitt durch die Kirchenmusik

„Es ist schön und ermutigend, immer wieder bekannte, aber in diesem Fall auch von weither angereiste Besucher zu sehen“, brachte Bernhard Enste als Vorsitzender der Freunde und Förderer des Hauses Kupferhammer seine Freude zum Ausdruck.

Foto: Elisa Sobkowiak

„Es ist schön und ermutigend, immer wieder bekannte, aber in diesem Fall auch von weither angereiste Besucher zu sehen“, brachte Bernhard Enste als Vorsitzender der Freunde und Förderer des Hauses Kupferhammer seine Freude zum Ausdruck. Foto: Elisa Sobkowiak

Warstein.   Ausstellung des LWL-Museumsamts Münster in Kooperation mit dem rock’n’popmuseum Gronau in Warstein: Ein Querschnitt durch die Musik.

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Eigentlich ist das Reformationsjubiläum bereits Ende Oktober zu Ende gegangen. Am Samstag in der Martin-Luther-Kirche aber ließ man das Jubiläum noch einmal aufleben: „Schön, dass wir das Gedenken an die zentrale Persönlichkeit der Reformation etwas verlängern können“, so Pastor Uwe Müller, der die Wanderausstellung „Klang der Frömmigkeit. Luthers musikalische Erben in Westfalen“ eröffnen ließ. Und damit die nachbarschaftliche Verbindung zwischen evangelischer Kirche und Kupferhammer über die Bundesstraße hinaus weiter bestärkte. Dort wird die Ausstellung des LWL-Museumsamts Münster in Kooperation mit dem rock’n’popmuseum Gronau gezeigt.

Ausstellung bis zum 14. Januar in Warstein zu sehen

„Es ist schön und ermutigend, immer wieder bekannte, aber in diesem Fall auch von weither angereiste Besucher zu sehen“, brachte Bernhard Enste als Vorsitzender der Freunde und Förderer des Hauses Kupferhammer seine Freude zum Ausdruck. Unter Schirmherrschaft der Kupferhammerfreunde ist die Ausstellung noch bis zum 14. Januar in Warstein zu sehen. „Dass Warstein erstmalig bei der Vergabe einer Wanderausstellung berücksichtigt wurde, ist etwas Besonderes. Und ich darf schon ankündigen: Bis 2020 haben wir mit weiteren Ausstellungen vorgesorgt“, verriet Enste lächelnd.

‚Westfalia non cantat‘ – sprich: Westfalen singt nicht?

Nicht ohne Grund gestaltete der evangelische Posaunenchor unter Leitung von Iris Lenze die Ausstellungseröffnung mit. „Es heißt doch ‚Westfalia non cantat‘ – sprich: Westfalen singt nicht. Ich würde sagen, diese Ausstellung beweist das Gegenteil“, formulierte Gregor Dolle als stv. Bürgermeister, nachdem Posaunenchor und Gemeinde in „Eine feste Burg“ einstimmten. Zwar sei Westfalen weder Wiege der Reformation noch der Kirchenmusik. Die Kommunikation zwischen Gott und den Menschen aber sei bereits in der Bibel als musikalischer Kontakt dargestellt worden – und die aktive Teilnahme an Gottesdiensten wiederum Reformator Martin Luther zu verdanken.

Fünf thematische Kapitel der Ausstellung

„Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf 500 Jahre evangelische Kirchenmusik in Westfalen und auch über diesen Kosmos hinaus. Es geht nicht um Vollständigkeit, sondern um den Blick auf einzelne Personen, Strömungen, Zeitschnitte“, erklärte Ulrich Neseker vom LWL-Museumsamt. Vor Ort konnten sich die Besucher von den fünf thematischen Kapiteln der Ausstellung überzeugen. Informationen über Reformation, Singebewegung, Instrumente, politische Instrumentalisierung und Popmusik wurden ihnen auf Medientischen, via Audio Guides oder über Tondokumente näher gebracht. „Wesentliches Exponat ist sicherlich das immaterielle Kulturerbe – die Musik“, betonte Neseker.

Galerie des kirchenmusikalischen Querschnitts

Authentische Instrumente, Gesangbücher, Notenblätter, kirchenmusikalische Bühnenkleidung und -requisiten waren nur einige Beispiele für die umfangreiche Galerie des kirchenmusikalischen Querschnitts Westfalens. Einig waren sich die Besucher nach ausgiebigem Rundgang im Kupferhammer vor allem in einem Punkt: „So eine Ausstellung hat Warstein noch nicht gesehen.“

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