E-Mobilität

Warsteiner Autohaus rüstet für die Zukunft auf

Laden statt tanken: Bürgermeister Schöne (Mitte) testet die Ladesäule mit Unterstützung von Alfons Belda (zweiter von links) und dessen Team. Foto:Fabiana Regino

Laden statt tanken: Bürgermeister Schöne (Mitte) testet die Ladesäule mit Unterstützung von Alfons Belda (zweiter von links) und dessen Team. Foto:Fabiana Regino

Warstein-Belecke.  Der Belecker Kfz-Händler Belda investiert in zwei weitere Ladesäulen für Elektroautos. Eine ist fest angebracht, die andere mobil.

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Mit einer portablen und einer fixen Ladesäule für Elektroautos antwortet das Autohaus Belda in Belecke auf den Trend der E-Mobilität. Die beiden Schnellladesäulen, mit einer Leistung von jeweils 27 Kilowatt, sind in der Lage einen VW GTE innerhalb von zwei Stunden voll aufzuladen. Mit den neuen Ladesäulen verfügt der Raum Warstein nun über fünf Ladestellen. Vorerst ist die Nutzung dieser Säulen nur für Elektroautos von Kunden angedacht.

Bislang konnte das Autohaus drei E-Fahrzeuge verkaufen. Die Nachfrage sei steigend. Einen besonderen Anreiz für den Wechsel zum Elektromotor, will VW mit einer Umweltprämie von bis zu 11.067 Euro setzen. Bisher beschränkt sich die rein elektrische Reichweite der E-Autos auf ungefähr 50 Kilometer. „Schön wäre, wenn man demnächst bis München oder Salzburg käme“, wünscht sich Bürgermeister Schöne, der es begrüßt, dass Warstein das Thema E-Mobilität besetzt. Eine Strecke bis nach München könnte vielleicht schon bald möglich sein.

Reichweite soll bald steigen

In den nächsten zwei Jahren möchte VW einige Modelle auf den Markt bringen, die dann über eine Reichweite von bis zu 600 Kilometer verfügen sollen, wie Autohaus-Inhaber Alfons Belda erklärt. Er selbst sei sich bei seiner ersten Fahrt im E-Golf wie bei einer „Fahrt zum Mond“ vorgekommen. Als verbesserungswürdig sieht Bürgermeister Schöne die Infrastruktur der Ladestellen, obwohl diese bereits vom Land NRW gefördert wird. Aktuell gibt es insgesamt 21 Ladestellen in der Region. Die Säule in Hirschberg sei nahezu im Dauerbetrieb, berichtet Schöne.

Kosten für E-Autos sollen sinken

Für Warsteins Bürgermeister ist klar: Gäbe es mehr Ladesäulen, würden sich mehr Leute für ein Elektroauto entscheiden. In ein paar Jahren wird das Thema E-Mobilität sicherlich allgegenwärtiger sein. Wer jetzt in E-Mobilität investiert, der tätigt „eine Investition in die Zukunft“, erklärt Verkaufsleiter Jürgen Rissken die Aufrüstungsmaßnahmen. Bis 2023 sollen die Herstellungskosten für einen Elektromotor dann auch denen eines Verbrennungsmotors gleichen. Auch das Personal wird für die bevorstehende Wende geschult. Durch Fortbildungen verfügt die Autohaus Werkstatt bereits über eigene Hochvolttechniker, die auf E-Autos spezialisiert sind. Wer auf die Motorgeräusche nicht verzichten möchte, kann mittlerweile auf E-Sound zurückgreifen und so ein vollwertiges und sicheres, aber umweltschonendes Fahrerlebnis erfahren.

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