Justiz

Warsteiner Gericht verhandelt Drogenbesitz

Foto: David-Wolfgang Ebener

Warstein.   Zwei Verfahren am Amtsgericht. Beide wurden gegen Geldbuße eingestellt.

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Viel Glück hatte jetzt ein 20-jähriger Angeklagter vor dem Warsteiner Amtsgericht. Der Auszubildende war Anfang des Jahres von der Polizei mit Marihuana erwischt worden. Insgesamt 0,65 Gramm stellten die Beamten bei der Durchsuchung seiner Umhängetasche fest.

In der Gerichtsverhandlung schilderte der junge Mann dann auch freimütig seine Abhängigkeit. Er erklärte, dass er zuvor schon wegen des Drogenkonsums seinen Auto- und danach auch seinen Mopedführerschein hatte abgeben müssen und gab sich geläutert. Gerichtlich war er zuvor auch noch nicht in Erscheinung getreten: „Ich habe viel gelernt.

Alleine weil ich jetzt schon gucken muss, wie ich ohne Auto zu meiner Ausbildungsstelle komme“, erklärte er der Richterin. Sowohl der Staatsanwalt als auch die Vorsitzende nahmen ihm seine reumütigen Ausführungen ab. Gegen die Auflage, an sechs Terminen eine Suchtberatung zu kontaktieren und 400 Euro an die Suchtberatung zu zahlen, wurde das Verfahren eingestellt.

Verfahren wegen Sachbeschädigung

Weniger glimpflich, nämlich mit einer Verurteilung, endete die Verhandlung für einen 18-Jährigen Warsteiner. Am Ende der Sitzung verurteilte ihn das Gericht wegen einer Sachbeschädigung. Im Februar hatte er nach einem Streit mit einem Bekannten in dessen Auto getreten und es dabei am Kotflügel beschädigt. Laut Anklage entstand dabei ein Sachschaden von rund 700 Euro.

Keine Nachsicht

Obwohl sich der Angeklagte geständig zeigte, konnte das Gericht keine Nachsicht walten lassen: Im vergangenen Monat hatte der 18-Jährige bereits wegen eines Drogendelikts vor Gericht gestanden, zudem waren gegen ihn schon zwei Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingestellt worden. Neben der Auflage, die Schadenssumme wieder gut zu machen, muss der Verurteilte nun auch noch eine Geldstrafe zahlen: Diese wurde mit einer vorherigen Strafe in Höhe von 400 Euro zusammengefasst. Insgesamt muss der 18-Jährige nun 600 Euro bezahlen.

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