Fördermittel

Warsteiner Projekte scheitern bei Förderprogramm

Kita Hirschberg: Die Stadt bemühte sich vergeblich um Fördermittel für Umbau und Sanierung.

Foto: Thorsten Streber

Kita Hirschberg: Die Stadt bemühte sich vergeblich um Fördermittel für Umbau und Sanierung. Foto: Thorsten Streber

Hirschberg/Warstein.   Der Umbau des Kindergartens Hirschberg und der Pankratiushalle erhalten keine Landesmittel. Die Entscheidung ruft selbst im Landtag Unmut hervor.

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Kein Glück hatte die Stadt Warstein jetzt bei zwei Förderanträgen. Weder für den Umbau des Kindergartens in Hirschberg noch für die Sanierung der Pankratius-Turnhalle in der Kernstadt fließen Mittel des Landes NRW. „Warstein ist bei den geförderten Maßnahmen nicht dabei“, bestätigte der städtische Wirtschaftsförderer Andreas Pickhard auf WP-Nachfrage.

Die beiden Projekte waren im Mai beim Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ angemeldet worden. 90 Prozent der Kosten hätte im Erfolgsfall das Land NRW getragen. „Das wäre natürlich lohnenswert gewesen“, betonte der neue Wirtschaftsförderer, der versichert, nun neue Finanzquellen suchen zu wollen.

Automatisch im nächsten Jahr bewerben

Der Rat hatte im Mai bereits beschlossen, sich im Falle einer Absage im kommenden Jahr automatisch erneut für eine Förderung zu bewerben. Allerdings steht noch nicht fest, ob die Landesregierung das Sonderprogramm zur Stadtentwicklung auch 2018 fortsetzt – vor allem vor dem Hintergrund der neuen Landesregierung.

Dem Umbau des – derzeit voll belegten – Hirschberger Kindergartens hatte der Stadtrat eine besonders hohe Priorität zugesprochen, die Chancen auf eine Förderung waren also höher als für die Pankratiushalle. Für 920 000 Euro sollten bisher ungenutzte Zimmer im Obergeschoss zu einem „Ort der Begegnung für Alt und Jung“ mit neuen Gymnastik- und Vorleseräumen umgestaltet werden.

Auch im zweiten Versuch gescheitert

Bitter ist die Absage aber auch für den Stadtsportverband, der die Pankratiushalle mit Hilfe der Stadt zu einer zentrumsnahen, integrationsfördernden Sportstätte ausbauen wollte – und mit diesen Plänen bereits bei einem anderen Förderprogramm gescheitert war.

Neben einer energetischen Ertüchtigung sollte die 1910 erbaute Halle den neuen Anforderungen angepasst werden. Kleine und flexiblere Flächen sollten den Bedürfnissen des Reha- und Behindertensports sowie der Gymnastik-, Tanz- und Seniorengruppen gerecht werden.

Dass die Warsteiner Maßnahmen nicht berücksichtigt worden sind, kritisiert der heimische Landtagsabgeordnete Jörg Blöming (CDU). „Es ist schade, wenn gute Ideen und Konzepte hier bei uns in der Region – wie beispielsweise die beiden Projekte in Warstein – nicht gefördert werden“, erklärte er gestern in einer Pressemitteilung. „Nichtsdestotrotz müssen wir nun mit dieser Entscheidung umgehen.“

Blöming: Region darf nicht zu kurz kommen

Die Bewerbungsfrist für das Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ war noch zur Zeit der rot-grünen Vorgängerregierung abgelaufen. „Perspektivisch darf die Region nicht zu kurz kommen“, mahnt der Politiker aus Erwitte. „Daher werde ich mich dafür einsetzen, dass zukünftig auch Mittelstädte wie Warstein im Rahmen von Förderungen von Bund und Land berücksichtigt werden.“ Mit Bürgermeister Thomas Schöne stehe er in engem Kontakt.

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