Gericht

Warsteiner sitzt wegen seinem Schwager auf der Anklagebank

Ein Warsteiner saß wegen Vergehen des Schwagers auf der Anklagebank.

Foto: Mari

Ein Warsteiner saß wegen Vergehen des Schwagers auf der Anklagebank.

Warstein.  Wegen gefälschten Auto-Kennzeichen und Besitz von Marihuana angeklagt. Was der Schwager des Angeklagten getan hat.

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Urkundenfälschung und Besitz von Betäubungsmitteln wurde einem 24-jährigen Warsteiner vorgeworfen. Im November vergangenen Jahres soll er mit gefälschten Siegeln versehene Kennzeichen an seinem Auto angebracht und mit diesem gefahren sein, außerdem soll er 1,72 Gramm Marihuana in seiner Wohnung aufbewahrt haben.

„Ich habe an meinem Wagen überhaupt nichts gemacht“, wusch der 24-Jährige seine Hände in Unschuld. Als er morgens zur Arbeit gegangen sei, hätten sich entstempelte Kennzeichen an dem Auto befunden, da dieses keinen TÜV hatte.

Die alten Kennzeichen seines ersten Autos, die er als Erinnerung aufbewahrt habe, hätten keine Siegel gehabt. Von Fälschungen wisse er nichts, äußerte aber auch einen Verdacht: „Das muss mein Schwager gewesen sein.“

Schwager wohnte bei dem Angeklagtem

Der habe für zwei Monate bei ihm gewohnt, sollte am fraglichen Tag auf zwei Frettchen aufpassen, die er von seiner Freundin übernommen hatte. „Ich hab ihm meinen Schlüsselbund dagelassen“, versicherte der Angeklagte. Dass die Polizei seine Wohnung durchsucht habe, sein Schwager behauptet hatte, dass ihm zwar das meiste, aber dem 24-Jährigen auch 1,72 Gramm Marihuana gehörten, habe er erst nach seiner Heimkehr von der Arbeit erfahren.

Eigentlich hatten sich die Polizisten an der Wohnungstür nach dem Autokennzeichen erkundigen wollen, hatten aber starken Marihuanageruch und den desorientierten Schwager vorgefunden – und einen Durchsuchungsbefehl besorgt.

Warsteiner beklaut und geflohen

Der Schwager hatte den Angeklagten indes eine Woche nach dem Vorfall beklaut und war in die Eifel geflüchtet. Da er per Haftbefehl gesucht wird, ist er untergetaucht. „Ich hab der Polizei schon mehrere Tipps gegeben, weil ich ja meine Sachen wiederhaben will“, erläuterte der 24-Jährige. Auch er selbst sei mit seiner Freundin in die Eifel gefahren, um nach dem Flüchtigen zu suchen. Dabei habe ihm auch eine Polizeistreife geholfen, die ihn zufällig kontrollieren wollte und der er sein Leid geklagt hatte – allerdings erfolglos.

Das Verfahren gegen den 24-Jährigen wurde eingestellt, dabei wurde eine frühere Bewährungsstrafe berücksichtigt.

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