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Warsteiner Tafel will ihr Image weiter pflegen

Abschied mit 86 Jahren: Irmgard Wohlmeiner (Vierte von links) verlässt offiziell die Tafel Warstein, ist jedoch jederzeit willkommen.

Abschied mit 86 Jahren: Irmgard Wohlmeiner (Vierte von links) verlässt offiziell die Tafel Warstein, ist jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Lisa Klaus

Warstein.   Die Tafel in Warstein entließ die ehrenamtliche Helferin Irmgard Wohlmeiner in den Ruhestand und nahm eine großzügige Spende entgegen.

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„Wir verabschieden heute eine großzügige Spenderin. Sie hat ihre Zeit, ihr Herz und ihren Humor gespendet“, entließ Vorsitzender Volkert Bahrenberg von der Tafel Warstein die langjährig ehrenamtlich Tätige Irmgard Wohlmeiner.

„Wir verabschieden auch ihre Fähigkeit zum Putzen“, fügte Bahrenberg lachend hinzu. Er fügte an, die seit etwa zehn Jahren für den Verein arbeitende 86-Jährige in den Ruhestand gezwungen zu haben.

„Wir hatten Angst, dass du sonst irgendwann auf dem Boden liegst, denn du konntest keine zehn Minuten still sitzen, ohne nicht danach einen Putzlappen zu schnappen und die ganze Tafel zu putzen.“

Mit Irmgard Wohlmeiner gehe aber auch eine der besten und imponierendsten Persönlichkeiten, die die Warsteiner Tafel je gesehen habe. Daher solle sie auch nicht so ganz das Feld räumen.

„Nach Absprache bist du jederzeit willkommen“, sagte Bahrenberg zu ihr. Die Tafel werde auch in Zukunft ab und zu auf ihre Hilfe angewiesen sein.

485 Euro von der Abschlussklasse

Eine Spende im klassischen Sinne konnte die Tafel Warstein an diesem Tag ebenfalls entgegen nehmen. 485 Euro überließ die Abschlussklasse der Realschule Belecke dem gemeinnützigen Verein.

„Wir hatten nach Schuljahresende einen Überschuss und haben überlegt, was wir damit anstellen wollen“, berichtete Sabine Biermann aus der Elternschaft, die den Scheck überreichte. Gemeinsam sei dann beschlossen worden, das Geld an die Tafel zu spenden.

Spende als Zeichen des guten Rufs

„Das ist eine kräftige Spende aus der Elternschaft. Das ist auch ein gutes Zeichen dafür, dass wir in der Bevölkerung saugut dastehen“, zeigte sich Bahrenberg erfreut. Bei der Tafel Warstein beschränke man sich noch auf die Kernarbeit: „Essen abholen, kühlen und verteilen. Schluss.“

Andere Tafeln seien bereits mittelgroße Unternehmen. „Wenn ich sehe, was andere noch nebenbei machen, da sträuben sich mir die Haare“, sagte Bahrenberg.

Die Spende an die Tafel Warstein sei jedoch bezeichnend für deren gutes Image. „Und das müssen wir weiter pflegen“, forderte Bahrenberg.

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