Gericht

Warsteiner trinkt Alkohol und erhält Bewährungsstrafe

Das Amtsgericht Warstein. Foto: Simon Wiggen

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Warstein.   Der Konsum von Alkohol und Drogen verstößt gegen Auflagen des Angeklagten. Das Amtsgericht Warstein verhängte strenge Auflagen gegen ihn.

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Das Opfer habe ihn provoziert und Lügen über ihn verbreitet. Da sei ihm die Kaffeetasse irgendwie ausgerutscht, erklärte der Angeklagte vor dem Amtsgericht Warstein. Das Getränk traf die Geschädigte dabei im Gesicht. Glück für sie, dass der Kaffee lauwarm war. Das Gericht erkannte darin aber keine gefährliche Körperverletzung, wie es die Anklageschrift noch beschrieb. Zumal nicht klar war, ob das Opfer die rote Wange vom Kaffee davontrug oder das Abtrocknen mit Papierhandtüchern dafür verantwortlich war. Das Verfahren stellte das Gericht daraufhin ein.

Doch der 50-jährige Warsteiner musste sich weiter verantworten, denn er kam einer Weisung nicht nach. Der Mann mit Alkohol- und Drogenvergangenheit sollte keine alkoholischen Getränke mehr konsumieren, tat dies aber zwischen Juli und Oktober 2016 dennoch mehrfach. Er selbst gab das in seiner Vernehmung auch zu.

Angeklagter bereits einschlägig vorbestraft

Zwei Entzüge hat er bereits hinter sich, zwischen 1982 und 2013 wurde er insgesamt 22 Mal verurteilt. Eine Haftstrafe von zehn Jahren saß er ebenfalls ab. Richterin Schmidt-Wegener verurteilte ihn daraufhin zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten. Die Bewährungszeit beläuft sich auf vier Jahre. In dieser Zeit hat er weiterhin eine Bewährungshelferin an seiner Seite. Eine besondere Auflage ist, dass er nicht aus dem Wohnhaus „Nordhang“ rausfliegen darf. Der Aufenthalt dort schien ihm die letzten Jahre vor kriminellen Rückfällen zu bewahren.

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