Schnaodloipers

Warsteins Heimatfreunde geben Holzfiguren ein Dach

Generalversammlung Wöske Schnaodloipers: Der Warsteiner Heimatverein geht mit unverändertem Vorstand die Projekte 2017 an.

Foto: Elisa Sobkowiak

Generalversammlung Wöske Schnaodloipers: Der Warsteiner Heimatverein geht mit unverändertem Vorstand die Projekte 2017 an. Foto: Elisa Sobkowiak

Warstein.   Keine Verschnaufpause gibt es für die Wöske Schnaodloipers im Schnadezug-freien Jahr: Denn „Willi“ und „Manfred“ wollen gut behütet werden.

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Ein Schnadezug-Jahr liegt hinter den Wöske Schnaodloipers, die Warsteiner Stadtgrenzen sind – vorerst – kontrolliert und für ordnungsgemäß befunden. Eine Verschnaufpause soll es 2017 für die derzeit 364 Mitglieder allerdings nicht geben: Höhepunkt wird vor allem der Jubiläums-Schnadezug anlässlich des 775-jährigen Stadtjubiläums des befreundeten Eversbergs im Juli. Aber auch die weitere Beschilderung der Schnaod-Routen und Arbeiten an den Holz-Figuren „Willi“ und „Manfred“ vor dem Lörmecketurm stehen auf der Agenda der Heimatfreunde.

„Wenn unsere Stadt ein Aushängeschild hat, dann sind das die großen Vereine. Vereine wie die Wöske Schnaodloipers mit ihrem Schnadezug“, brachte es Ortsvorsteher Dietmar Lange gleich zu Beginn der Versammlung auf den Punkt, glich die Domschänke am Freitagabend schließlich einem Meer aus blauen Kitteln. Und dank der Neuzugänge ab diesem Jahr sind es gleich weitere zehn Kittel mehr: Tobias Heer, Michael Pater, Ralph Potratz, Gerhard Hengesbach, Stefan Hetzel, Sebastian Enste, Michael Müller, Dieter Fromme, Urs Hüttebräucker und Corvin Schmieding schlossen sich dem Warsteiner Heimatverein an.

„Hoffentlich können wir gemeinsam ähnlich erfolgreich an das vergangene Jahr anschließen“, freute sich Vorsitzender Frank Niggemann über den Zuwachs. Zwar sei vor allem der Endrastplatz des Schnadezugs im Juni buchstäblich ins Wasser gefallen – doch habe man einen denkwürdigen Heimatabend verlebt, gekrönt von der erstmaligen Präsentation des Warsteiner Heimatlieds in Orchesterversion. Und: „Die neu angebrachten Schilder an der Hamecke-Route haben funktioniert, es hat sich keiner verlaufen“, scherzte Niggemann.

Daran wolle man anknüpfen und in diesem Jahr die Beschilderung der Lörmecke- und Eversberger-Route in Angriff nehmen. „Wir haben ein ganzes Jahr Zeit, das wollen wir nutzen“, begründete der Vorsitzende, warum außerdem erläuternde Ergänzungsschilder für die Friedrichstraße und den Piusweg angebracht werden sollen.

Treffen am Lörmecketurm

Brauchtum und Tradition soll dann nicht nur mit dem zünftig sauerländischen Fest um das Eversberger Stadtjubiläum am 8. Juli gepflegt werden – denn am Lörmecketurm kommen Warsteiner und Eversberger symbolisch zur Mittagsrast zusammen, seinen Ausklang findet das Jubiläum dann in Eversberg. Auch die Teilnahme am Brauerumzug alle zwei Jahre steht für 2017 wieder fest im Terminkalender. Dass Brauchtumspflege aber auch modern möglich ist, präsentierte Sven Bublitz mit der Vorstellung der neuen Webseite der Schnaodloipers. „Die neue Webseite ist wirklich ein Hingucker“, bedankte sich Niggemann für die hervorragende Gestaltung. „Gerne nehmen wir Bilder und Anekdoten aus vergangenen Jahren entgegen, um sie noch weiter auszuschmücken.“

Gesprächsstoff boten dann „Manfred“ und „Willi“, die oben vor dem Lörmecketurm jeglichen Witterungsverhältnissen schutzlos ausgesetzt sind und deren Holz inzwischen einige Schäden aufweisen. In Kooperation mit den Eversbergern soll eine Art Schutzschirm errichtet werden: „Unser Ziel ist, dass dieses Projekt bis zum Jubiläums-Schnadezug vollendet ist“, so der Vorstand.

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