Stadtbild

Warsteins Marktplatz soll zur Visitenkarte der Stadt werden

Dietmar Lange erklärt bei der Bürgerversammlung den Entwurf.

Dietmar Lange erklärt bei der Bürgerversammlung den Entwurf.

Foto: Lisa Klaus

Warstein.   Ortsvorsteher Dietmar Lange und Stadtplaner Andreas Mayer aus Dortmund gehen auf drängende Fragen der Bevölkerung zur Umgestaltung ein.

Der Entwurf für die Umgestaltung des Marktplatzes und des Dr.-Segin-Platzes steht bereits fest (wir berichteten), in einer Bürgerversammlung gingen gestern Ortsvorsteher Dietmar Lange und Andreas Mayer vom Dortmunder Planungsbüro „Junker + Kruse“ auf Fragen und Anregungen der anwesenden Warsteiner ein.

Förderanträge

„Der Marktplatz wird nicht vom Himmel fallen“, betonte Dietmar Lange. Jetzt, wo der erste Entwurf steht, müssen Förderanträge gestellt und auf deren Bescheide gewartet werden. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 30 Prozent. „Aus eigener Kraft könnte die Stadt den gesamten Umbau nicht finanzieren“, betonte Mayer.

Für die Aufwertung stünden 600.000 Euro zur Verfügung. „Andere Städte bauen ihre Marktplätze für mehrere Millionen Euro um. Wir haben im Vergleich dazu ein relativ schmales Budget, mit dem wir auskommen müssen und auch werden“, sagte Lange.

Brunnen und Platzgröße

Das Wasserspiel, das statt eines Brunnens in den Marktplatz hineinragen wird, ist derzeit als Gebilde aus Kupfer geplant. Einer Idee aus der Bürgerschaft, das Wasserspiel stattdessen aus Stein zu bauen, um so eine eindeutige Verbindung zur Identität Warsteins herzustellen, war Dietmar Lange zugetan: „Das müssen wir überlegen, wenn es an die Feinheiten der Planung geht, aber das ist durchaus möglich.“ Auch die Größe des Wasserspiels stünde noch nicht final fest und würde später auf die Ansprüche an den Platz, etwa der Schützen, abgestimmt.

Kirche und Denkmal

Laut Plan soll der Blick auf die Kirche frei gelegt werden. „Wir wollen so die Bauart der Kirche betonen, denn es ist ein historischer und sehr schöner Baukörper“, erklärte Mayer die geplante Entfernung der Grünanlagen und Bäume vor der Kirche. Das Denkmal für Kriegsopfer soll umgesetzt und präsenter in Szene gesetzt werden.

„Es soll nicht in irgendeiner Ecke stehen. Es hat einen hohen emotionalen Stellenwert und soll optisch sichtbar und möglichst mit Beleuchtung platziert werden“, betonte Lange. Eine Änderung der Bushaltestellen und dem Dach, das den Blick auf die Kirche versperrt, ist derzeit nicht geplant.

Identifikation mit Warstein

Der Marktplatz soll als Visitenkarte Warsteins fungieren. „Er soll typisch Warstein sein“, sagte Lange. So sollen kleine Dinge die Identifikation der Warsteiner mit dem Marktplatz und der Stadt ermöglichen. „Ich könnte mir zum Beispiel die Wappen der Ortsteile, verteilt um den Marktplatz, gut vorstellen“, schlug Lange vor.

Folgen Sie der Westfalenpost Warstein auch auf Facebook.

Hier finden Sie weitere Nachrichten, Fotos und Videos aus Warstein und dem Umland.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben