Prävention

Warum die Einbruchszahlen in Warstein weiter sinken

Die Einbruchszahlen im Kreis Soest sind gesunken, die Aufklärungsquote allerdings gestiegen.

Foto: Jonas Erlenkämper

Die Einbruchszahlen im Kreis Soest sind gesunken, die Aufklärungsquote allerdings gestiegen. Foto: Jonas Erlenkämper

Warstein.   Die dunkle Jahreszeit, die Gefahr für Einbrüche steigt. Die Polizei will die Menschen in Warstein weiter für falsche Signale sensibilisieren.

Die Zahl der Einbrüche im Kreis Soest sinkt. „Vor zwei Jahren, da hatten wir ein schlimmes Jahr“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper. Er spielt auf das Jahr 2015 an, in dem 831 Wohnungseinbrüche gezählt wurden. Nur 14 Prozent von ihnen wurden aufgeklärt. „Jetzt ist das Problem gar nicht mehr so akut“, sagt Wolfgang Lückenkemper. Aktionen und Sensibilisierung durch die Polizei haben anscheinend gewirkt.

Trotzdem startet in der nächsten Woche die Präventionsaktion gegen Einbruch „Riegel vor“ der Polizei. „Besonders vor der dunklen Jahreszeit müssen wir die Menschen vor potenziellen Gefahren warnen.“

Signale

Falsche Signale können schnell darüber entscheiden, welches Haus für einen Einbruch ausgesucht wird. Brenne am Abend in keinem einzigen Raum ein Licht, würden Einbrecher sich natürlich an diesem Haus zu schaffen machen, erklärt der Polizeisprecher. „Ich habe zum Beispiel einen kleinen Fernseher der immer läuft. Das Flackerlicht erweckt dann den Anschein, dass jemand daheim ist und Fernsehen schaut.“

Wertgegenstände

Früher seien Wohnungen komplett ausgeräumt worden. „Heute ist das nicht mehr der Fall. Die Einbrecher bekommen Möbel oder riesige Fernseher nicht mehr verkauft“, erklärt Wolfgang Lückenkemper. Bargeld, Schmuck, Tablets oder Handys seien stattdessen begehrt. Vor allem kleine Dinge, die gut zu verkaufen und leicht wegzuschaffen seien.

Riegel

Verhindern könne man einen Einbruch am besten, wenn man Türen und Fenster verschließe. „Mit einer EC-Karte geht eine unverschlossene Tür ganz leicht auf. Das Problem dabei: Diesen Schaden bezahlt die Versicherung nicht. Das gilt auch für Fenster, die auf Kipp stehen“, so Wolfgang Lückenkemper. Am wichtigsten sei also, die Wohnung oder das Haus gut zu verschließen.

Hinweise

Aufmerksamkeit sei das A und O. „Sieht man eine dunkle Gestalt im Garten des Nachbarn, die nicht dahin gehört, dann unbedingt die Polizei rufen“, mahnt Wolfgang Lückenkemper. Man solle keine falsche Scheu haben, kein Polizeibeamter reiße einem den Kopf ab, wenn er wegen verdächtiger Beobachtungen gerufen werde. „Ich rufe dann auch die Kollegen, ist doch selbstverständlich.“

Aktionswoche

Vom 9. bis zum 13. Oktober wird die Polizei im Kreis Soest verschiedene Aktionen zum Thema Einbruchsprävention durchführen. Dabei wird es um Signale an Einbrecher gehen, die richtigen Sicherheitsvorkehrungen sowie die beste Verhaltensweise bei einem Einbruch.

Folgen Sie uns auch auf Facebook.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik