Kreisstraße Suttrop

Warum die Kreisstraße in Suttrop schmaler werden soll

Doppelter Nutzen: Ein breiterer Gehweg kurz vor der Einmündung Nuttlarer Straße könnte nicht nur die Sicherheit für Fußgänger erhöhen, sondern auch den Verkehr abbremsen und damit leiser machen.

Doppelter Nutzen: Ein breiterer Gehweg kurz vor der Einmündung Nuttlarer Straße könnte nicht nur die Sicherheit für Fußgänger erhöhen, sondern auch den Verkehr abbremsen und damit leiser machen.

Foto: Archiv Erwin Koch

Suttrop.   Die Kreisstraße in Suttrop soll schmaler, die Gehwege breiter werden - fordert der SPD-Ortsverin. Die Pläne bestehen bereits seit Jahren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Ruf nach effektiveren Maßnahmen zur Lärmminderung an der Suttroper Ortsdurchfahrt wird lauter. Nach dem SPD-Ortsverein hat sich nun auch die Dorfkonferenz mit einem Antrag an die Stadt gewendet.

„Die Antragsteller sind der Auffassung, dass der Verkehrslärm aktiv wie passiv minimiert werden soll“, heißt es in dem Schreiben an Rat und Verwaltung, das von den Vorstandsmitgliedern Hans-Joachim Ludwig, Bernhard Meyer und Ulrich Nolte sowie Ortsvorsteher Udo Koerdt und CDU-Ratsmitglied Hans-Martin Weber unterzeichnet ist. „Dabei sehen wir eine Ausweitung der Geschwindigkeitsreduzierung als eine geeignete Maßnahme.“

Pläne bestehen bereits seit Jahrzehnten

Dass Pläne dafür bereits seit Jahrzehnten bestehen, betont das Suttroper Ratsmitglied Erwin Koch (SPD). Schon in einem Konzept zur städtebaulichen Integration der Ortsdurchfahrt aus dem Jahr 1992 werde eine Tempo-30-Zone empfohlen. „Es wird vorgeschlagen, im zentralen, eng und kurvig verlaufenden Bereich der Ortsdurchfahrt durch eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde bauliche Maßnahmen zu unterstützen“, schrieben damals die beauftragten Ingenieure.

Erwin Koch will diese Ausarbeitung nun wieder aus der Schublade holen: „Da steht alles drin und vieles ist auch heute noch umsetzungsfähig.“

Querungshilfen: Jeden Tag ein Harakiri aus dem Unterdorf

Schon vor 26 Jahren schlugen die Planer einen Fußgängerüberweg auf Höhe des Eisengießerdenkmals vor. „Für die Suttroper aus dem Unterdorf oder die Bewohner der LWL-Klinik oder des Wohnheims am Nordhang ist der Weg zum Einkaufen doch jeden Tag ein Harakiri“, betont Erwin Koch auch heute noch die Notwendigkeit – wenngleich er einen Standort im etwas flacheren Bereich ein Stück weiter oben favorisiert.

Andere Maßnahmen aus dem Konzept wurden umgesetzt: Am Johannesplatz erleichtert eine Fußgängerampel die Überquerung der Fahrbahn, am Mühlweg wurde ein Zebrastreifen angelegt – und am östlichen Ortseingang aus Richtung Kattensiepen bremst eine Mittelinsel den Verkehr ab.

Breitere Gehwege sollen helfen

Etwa 60 Zentimeter breit ist der Gehweg an der schmalsten Stelle zwischen den Einmündungen Steinrücken und Nuttlarer Straße – zu schmal, beklagte sich Ortsvorsteher Udo Koerdt bereits vor einem Jahr.

In dem 26 Jahre alten Konzept stellen die Fachplaner bereits dar, wie die Straße mit einem breiteren Gehweg aussehen könnte. Erwin Koch sieht gleich zwei Vorteile: Zum einen werde die Sicherheit der Fußgänger erhöht, zum anderen sinke der Lärmpegel, weil Auto- und vor allem Lkw-Fahrer auf einer schmaleren Fahrbahn automatisch langsamer fahren.


„Wir sollten diese Dinge aktiv einfordern“, appelliert er an die Stadt, „und dann werden wir sehen, wie Straßen NRW reagiert.“ Denn zuständig für die L 735 ist der Landesbetrieb.

Die Dorfkonferenz hat Erwin Koch mit dieser Forderung auf seiner Seite. „Die Stadt hat die Pflicht, wirksame und umsetzbare Maßnahmen durchzuführen. Mögliche Konflikte mit Behörden oder auch Straßen NRW sind auszutragen“, macht der Vorstand deutlich.

Folgen Sie uns auch auf Facebook.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben