Innenstadt

Was aus den Ideen der Bürger für Warsteins Marktplatz wird

Stellen die Ergebnisse der Postkarten-Aktion zur Umgestaltung des Warsteiners Marktplatzes vor (von links): Ortsvorsteher Dietmar Lange, Ralf Finger (Immobilien- und Standortgemeinschaft) sowie die Stadtplaner Meinolf Kreggenwinkel und Johannes Korte.

Stellen die Ergebnisse der Postkarten-Aktion zur Umgestaltung des Warsteiners Marktplatzes vor (von links): Ortsvorsteher Dietmar Lange, Ralf Finger (Immobilien- und Standortgemeinschaft) sowie die Stadtplaner Meinolf Kreggenwinkel und Johannes Korte.

Foto: Thorsten Streber

Warstein.   Mehr als 70 Bürger reichten vielfältige Vorschläge zur Umgestaltung des Warsteiner Marktplatzes ein. Wie es mit ihnen jetzt weitergeht.

„Der Marktplatz muss ,unser Platz’ werden.“ Mit dieser Maßgabe geht Warsteins Ortsvorsteher Dietmar Lange in die weiteren Planungen für die Fläche zwischen Kirche, Rathaus und Hauptstraße. Daher sollen die Ideen der Bürger, die beim Spargelsonntag und in den folgenden Wochen gesammelt worden sind, als Checkliste dienen, wenn nach den Sommerferien über den Entwurf zur Umgestaltung entschieden wird.

Die Ideen

„Wir kamen aus dem Informieren gar nicht mehr heraus“, freute sich Stadtplaner Meinolf Kreggenwinkel über das große Interesse der Warsteiner beim Spargelsonntag. Viele Fragen zur Umgestaltung beantworteten die Experten aus dem Rathaus, während die Bürger eine Postkarte nach der anderen mit Ideen füllten. 68 Zettel wurden bis Pfingstmontag eingereicht, hinzu kamen drei Hinweise per E-Mail. Gleich einen ganzen Plan hat die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) gemalt.

Die Vorschläge reichten von einem mobilen Spielplatz über E-Bike-Ladestationen, Ruhezonen und Kunstaktionen bis zu Wasserspielen und neuen Sitzecken. „Die Ideen waren teilweise schon sehr konkret“, zeigte sich Johannes Korte vom Sachgebiet Stadtentwicklung überrascht. „Ein mobiler Spielplatz hätte zum Beispiel den Vorteil, dass er für größere Veranstaltungen versetzt oder abgebaut werden könnte.“

Das Ziel

Belebt werden solle der Marktplatz – dieses Ziel hat die Politik schon länger vorgegeben und auch viele Bürger wünschen sich das, sagt Ortsvorsteher Dietmar Lange: „Deshalb muss der Platz so konzipiert werden, dass dort kleine und große Veranstaltungen stattfinden können.“ Man dürfe sich weder verlassen noch erdrückt fühlen.

Damit das funktioniert, müssten sich die Warsteiner mit dem Platz identifizieren können. Holz, Wasser und Stein könnten sich wiederfinden – als die Elemente, die Warstein prägen. Außerdem müsste der Platz für alle Altersgruppen nutzbar sein, betont Johannes Korte.

Der Zeitplan

Sechs bis acht Planungsbüros stellen sich über den Sommer einem Wettbewerb. Die Ideen der Bürger werden derzeit in den Aufgabentext eingearbeitet. Ein Preisgericht kürt dann im Herbst den Sieger. Der Jury gehören neben vier Fachpreisrichtern, also studierten Städteplanern und Architekten, auch drei Sachpreisrichter aus der Lokalpolitik an – Ortsvorsteher Dietmar Lange sowie die Vorsitzenden des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses. Weitere Warsteiner sind als beratende Mitglieder in die Beratungen eingebunden.

Die Umgestaltung soll dann im Sommer 2019 beginnen. Insgesamt ist eine Investition von 600 000 Euro in Dr.-Segin- und Marktplatz vorgesehen, die zu 70 Prozent gefördert werden soll.

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