Freibad Hirschberg

Was die Hirschberger 2018 mit ihrem Freibad machen wollen

Das Freibad in Hirschberg wurde 2010 geschlossen, im kommenden Jahr sollte es eigentlich aus den Büchern der Stadt verschwinden. Nun haben die Verantwortlichen ein neues Konzept vorgestellt. Foto:Anna Gemünd

Das Freibad in Hirschberg wurde 2010 geschlossen, im kommenden Jahr sollte es eigentlich aus den Büchern der Stadt verschwinden. Nun haben die Verantwortlichen ein neues Konzept vorgestellt. Foto:Anna Gemünd

Hirschberg.   Hirschberg hat das eigene Freibad noch nicht aufgegeben. Im Betriebsausschuss wurde jetzt ein neues Konzept vorgestellt – Renaturierung im Fokus.

Hoffnung für das stillgelegte Freibad in Hirschberg: Michael Pelster hat in Vertretung von Ortsvorsteher Franz Linneboden am Donnerstagabend im Betriebsausschuss der Stadt ein neues Folgenutzungskonzept für das brachliegende Gelände vorgestellt.

Dieser hatte im vergangenen Jahr beschlossen, die Entscheidung über die weitere Nutzung des Geländes im Rahmen der letzten Sitzung im Jahr 2017 zu fällen. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Die Idee

Grundlage für das Folgenutzungskonzept ist die Bachelor-Arbeit von Alena Vollmers-Dünnebacke von der Fachhochschule Dortmund. Sie hatte im Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung eine Arbeit über leerstehende Freibäder angefertigt – auch für Hirschberg.

Im Rahmen der Köhlerwochen im Sommer befragte sie dazu Einwohner nach ihren Wünschen für das Freibadgelände. Herausgekommen ist ein bunter Mix an Ideen unter dem Titel „Waldsee Hirschberg“: In einer renaturierten Umgebung soll ein Badesee mit Sandflächen, Wasserspielplatz, Beachvolleyball-Feld und Sonnenterrasse entstehen.

Eine E-Bike-Ladestation und Fahrradstellplätze sollen auch Radfahrern den Aufenthalt am Waldsee schmackhaft machen. „Das sind noch keine konkreten Planungen. Es ist nur eine Auflistung der Dinge, die auf dem Freibadgelände möglich sind“, betont Michael Pelster.

Die Planungen

Denn die Hirschberger selbst haben andere Pläne: „Hirschberg will nicht mehr schwimmen. Das ist in mehreren Befragungen deutlich geworden. Dementsprechend streben wir eine andere Nutzung an“, sagt Michael Pelster. Ganz verschwinden soll das Wasser aber nicht: „Wir prüfen im Moment Renaturierungsmöglichkeiten auf dem Gebiet, etwa für die Bermecke, um ein natürliches Areal mit Wanderwegen entstehen zu lassen“, ergänzt Pelster.

Denkbar sei auch ein Kletterpark oder weitere Aktivitäten in der Natur. „Uns geht es hier um keine neue Schwimmanlage, sondern um Renaturierung und eine sinnvolle Folgenutzung“, fasst Pelster nochmal zusammen. Aktuell werde geprüft, inwiefern Fördermittel im Rahmen der LEADER-Region, über das IKEK oder von der Bezirksregierung in Anspruch genommen werden könnten.

Die Umsetzung

Bis Mitte 2018 soll die erste Planungsphase abgeschlossen sein. „Dann können wir auch konkretere Aussagen treffen“, sagt Pelster. Der Betriebsausschuss ist jedenfalls überzeugt und gewährte den Hirschbergern ein weiteres Jahr Aufschub – im Rahmen des Beschlusses über den Wirtschaftsplan 2019 soll dann erneut über das Konzept diskutiert werden.

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