Nationencup

We Love Warstein versprüht Sportbegeisterung bei Nationencup

We love Warstein: Tennis-Nationencup.

Foto: Lukas Koerdt

We love Warstein: Tennis-Nationencup. Foto: Lukas Koerdt

Warstein.   „We Love Warstein“ und „TP Warstein“ laden zum großen Tenniscup - mehr als 50 Sportfans folgen. Keine Verlierer, sondern nur Gewinner.

Eine stattliche Zahl von Sportinteressierten kam am vergangenen Sonntag auf Einladung des Vereins „We love Warstein“ sowie des TP Warstein in die Tennishalle, um die ersten Schläge hinter die gelbe Filzkugel zu versuchen.

Christina Alz organisierte im Wesentlichen das Event, sie engagiert sich in beiden Vereinen und hatte so den genauen Überblick. Jeder Teilnehmer bekam zwei Wertmarken für Waffeln und Getränke, dann ging es los.

Zunächst startete man mit dem Nationencup für Kinder und Jugendliche. Auf allen Plätzen tummelten sich Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft. Christina Alz konnte hierbei auf die Hilfe mehrerer Freiwilliger wie Johanna Schmitt, Marlene Alz, Johanna Stracke und Nick Queralt zurückgreifen, die den kleinen und großen Tenniscracks erste Hilfestellungen gaben.

Es war eine bunte Schar, die in verschiedenen Zusammensetzungen erste Erfahrungen sammelte – meist in Straßenschuhen und teilweise sogar in dicker Winterjacke.

Viele bringen ihre Familien mit

Auch Zuschauer waren genügend auf den Bänken, brachten doch viele ihre ganze Familie mit, so dass manch einer aufpassen musste, nicht von einer gelben Tenniskugel niedergestreckt zu werden. Auch absolute Tennistalente konnte man schon entdecken. So trafen Jaklin und Katrin jeden Ball, obwohl sie zum ersten Mal einen Tennisschläger in der Hand hielten, und brachten so ihre Trainer kräftig ins Schwitzen.

Anschließend sollte der Nationencup für die Erwachsenen stattfinden. Da jedoch insbesondere die Kleinsten total begeistert von ihrem neuen Sport waren, wurde es nun voll auf den Plätzen. Immer wieder strömten Neuankömmlinge hinzu, so dass die letztjährige Teilnehmerzahl von 50 locker überboten werden konnte.

Dabei wurde gar kein Pokal vergeben, es ging auch nicht darum, einen Gewinner zu ermitteln. „Ich finde es toll, dass hier so viele Leute zusammenkommen. Immer wieder kommen neue dazu, gehen einfach auf die Plätze und spielen mit. So lernen sich viele Leute kennen, die sich vorher noch nie gesehen haben“, erklärte Marlene begeistert.

Engagierte Helfer geben Tipps

Ihre Freundin Johanna fand besonders toll, „dass so viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammen kommen, es keine Sprachbarrieren gibt, sondern einfach mit Händen und Füßen versucht wird, ins Gespräch zu kommen.“

Denn viele Flüchtlingsfamilien aus den unterschiedlichsten Ländern nutzten das Angebot. So kamen Menschen aus dem Irak, aus Afghanistan, Syrien, Albanien und anderen Ländern und spielten ein gemischtes Doppel. Engagierte Helfer zeigten, wie man am besten den Schläger halten sollte. „Hey, nicht so feste, der war aus“, schallte es über den Platz, wenn mal wieder jemand zu doll zeigen wollte, wie viel Kraft er hat.

Christina Alz bedankte sich schließlich bei den vielen Teilnehmern für ihr Kommen und ihr Interesse, insbesondere aber auch bei ihren Helfern sowie bei Margret Schulte-Gebing für die Unterstützung bei der Organisation. Diese hatte viele Kontakte zu Flüchtlingsfamilien genutzt, um diese in der Tennishalle zusammenzubringen. Ein weiterer Dank galt dem Warsteiner Tennispark, der die Tennishalle kostenlos zur Verfügung stellte.

„Hier waren viele Menschen, manche, die schon regelmäßig Tennis spielen und solche, die noch nie einen Schläger in der Hand hatten. Alle konnten Erfahrungen mit dem Tennisball machen. Aber es ging noch mehr darum, Kontakte zu knüpfen, mit anderen ins Gespräch zu kommen und Leute kennenzulernen“, so Christina Alz nach dem gelungenen Nachmittag. Gemeinsam mit den Teilnehmern hofft sie schon auf eine Neuauflage in 2018.

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