Frühling

Wie Warstein in den Frühlingsmodus schaltet

Freundliche Farben lösen das Grau des Winters ab: Monika Wintergalen vom Modegeschäft Moa zeigt, wie der Frühling in dem Geschäft an der Hauptstraße bereits Einzug gefunden hat.

Foto: Elisa Sobkowiak

Freundliche Farben lösen das Grau des Winters ab: Monika Wintergalen vom Modegeschäft Moa zeigt, wie der Frühling in dem Geschäft an der Hauptstraße bereits Einzug gefunden hat. Foto: Elisa Sobkowiak

Warstein.   Am Montag ist astronomischer Frühlingsbeginn. Warsteiner Geschäfte, Gastronomen und Bürger stimmen sich ein.

Die Temperaturen auf dem Thermometer klettern in die Höhe, alles wird wärmer, heller, grüner: Mit dem Frühlingsbeginn am kommenden Montag werden die Tage nicht nur augenscheinlich, sondern auch offiziell wieder länger – bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni.

Mode

Auch in Warstein kommen nach den ersten sonnigen Tagen bereits erste Frühlingsgefühle auf: „Sobald schönes Wetter ist, merkt man unseren Kunden direkt an, dass sie Lust auf Farbe bekommen“, konnte Monika Wintergalen vom Modegeschäft Moa beobachten.

Die erste Frühjahrskollektion sei zwar schon Mitte Januar auf die Kleiderstangen geräumt worden. Von Woche zu Woche aber wurde das Angebot an floralen Mustern sowie Tönen von jadegrün bis silber immer breiter. „Unseren Frühlings-Höhepunkt gibt es aber letztendlich erst mit einer Modenschau in unserem Geschäft am 31. März“, hofft Geschäftsinhaberin Olga Hölzer auf entsprechende „Frühlingsgefühle“ der Kunden.

Blüten

In „Lauerstellung“ seien laut Gärtner Albert Heer auch schon einige Pflanzen, die darauf warten zu gedeihen. „Stiefmütterchen, Vergiss-Mein-Nicht und Osterglocken können bedenkenlos schon gepflanzt werden“, rät Heer zu unempfindlichen Pflanzen, denen so manch frostige Nacht nichts ausmache. Außerdem könne mit blühenden Zaubernüssen und Rhododendren ein wenig Farbe in die noch triste Winterlandschaft gebracht werden.

„Viele Kunden sind ein bisschen voreilig, was die Rasenflächen betrifft“, so Heer. Zum Düngen und Vertikutieren müsse der Boden zunächst Wärme aufnehmen: „Das könnte noch bis Ende April dauern.“

Nachwuchs

Weiter sind dagegen die Tiere im Bilsteintal: Bereits vor einigen Wochen haben die Wildschweine im Wildpark ihre Frischlinge bekommen. „Das ist fast schon unvernünftig früh. Je später im Frühjahr die Bachen werfen, desto sicherer können die Frischlinge aufwachsen“, so der Vorsitzende des Bilsteintalvereins, Stefan Enste. Denn besonders in den ersten Wochen seien die Frischlinge kälteempfindlich.

Auch könne durchaus noch bei Sika- und Rothirschen sowie den Füchsen mit Nachwuchs gerechnet werden, erklärt Enste: „Das wissen wir aber nicht genau. Vielleicht bekommen wir Jungfüchse zu sehen, wenn sie sich nicht im Bau verkriechen.“

Außerdem habe schon Ferien- und Urlaubsbetrieb im Bilsteintal eingesetzt: Vor allem für Spaziergänge sei das vergangene, sonnige Wochenende genutzt worden. „Da hatten wir 169 Besucher, im Februar waren es aber auch schon mal 200 – manchmal ist es auch wetterunabhängig, an regnerischen Tagen wird dafür dann die Höhle besucht“, so Enste. Trotzdem seien die Wochentage kein Vergleich zu den Wochenenden: „Da sind wir aus den Nähten geplatzt.“

Genuss

Einsetzende Begeisterung für erfrischendes Eis jedenfalls kann das Belecker „Eiscafé Cortina“ am Wilkeplatz schon jetzt bei seinen Kunden feststellen.

„Zwischen April und Mai stellen wir dann auch wieder Stühle und Tische draußen auf“, kündigt Mitarbeiterin Anne-Maria Scigliano an, „solange gibt es aber auch für kältere Tage noch hausgemachten Kuchen.“

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