Ausstellung

Wieso auch Rassekaninchen Lampenfieber haben können

Schauen ganz genau hin: Die Preisrichter Wolfgang Linnert (vorne), Jürgen Wolf und Jörg Kardinahl (hinten) bei der Bewertung der Rassekaninchen.

Foto: Fabiana Regino

Schauen ganz genau hin: Die Preisrichter Wolfgang Linnert (vorne), Jürgen Wolf und Jörg Kardinahl (hinten) bei der Bewertung der Rassekaninchen. Foto: Fabiana Regino

Niederbergheim  Kaninchen an Kaninchen: Bei der Rassekaninchenausstellung in Niederbergheim werden die Tiere im Wettbewerb gemessen. Wir waren dabei.

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. Zum 56. Mal versammeln sich die Züchter des Rassekaninchen-Zuchtvereins W66 Niederbergheim-Völlinghausen zur Lokalschau. Über 140 Zuchthasen werden hier von drei verschiedenen Preisrichtern bewertet. Wolfgang Linnert aus Steinhagen, Jürgen Wolf aus Bielefeld und Jörg Kardinahl aus Gütersloh werden die Häsinnen und Rammler in sieben Kategorien bewertet.

Rammler leiden unter starkem Lampenfieber

Im Ausstellungsraum reihen sich zahlreiche Gehege aneinander. Ein paar Meter weiter ist alles nötige aufgebaut, um die Tiere zu bewerten.

Zu den offiziellen Kriterien gehören das Gewicht, Körperform, Fellhaar, Silberung und deren Gleichmäßigkeit, Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, Unterfarbe und der Pflegezustand des Tieres. Darüber hinaus begutachten die Preisrichter auch Merkmale, die auf eine nicht artgerechte Tierhaltung hinweisen könnten.

Hierzu zählen zum Beispiel der Zustand von Augen und Gebiss, wie Wolfgang Linnert verrät, der Hasenzüchtungen schon seit über 30 Jahren bewertet. In jeder Kategorie sind maximal 100 Punkte zu erreichen. Ab 97 Punkten gilt das bewertete Kriterium als „vorzüglich“.

Frische Impfungen sind Voraussetzung

Für eine Teilnahme an der Ausstellung ist eine frische Impfung Grundvoraussetzung. Ein Nachweis, dass das teilnehmende Tier kürzlich die rHD-Impfung (eine Impfung gegen Seuche) bekommen hat, ist mit der Anmeldung vorab einzureichen. Außerdem muss ein Züchter, der an der Schau teilnehmen möchte, zumindest Mitglied im Landesverband des Westfälischen Rassenkaninchenzüchter e.V. sein. Der RKZV W66 besteht aktuell aus 18 Mitgliedern und zwei Jungzüchtern. Welcher Preisrichter welches Tier begutachtet, wird vor Beginn der Bewertung ausgelost worden. Jeder Hase hat sein eigenes Steckbriefkärtchen, die gleichmäßig auf die Richter aufgeteilt werden.

Während die meisten Hasen ganz gelassen in ihrem Gehege auf ihren großen Auftritt warten, scheint der eine oder andere Rammler unter Lampenfieber zu leiden. Obwohl jeder Hase ganz behutsam zur Bewertung abgeholt wird, schallt hin und wieder Hasengequieke durch den Raum. Gewogen zu werden macht nun mal nicht jedem Spaß. Aber erst einmal auf die Waage gesetzt – Schritt eins der Begutachtung — beruhigen sich auch die größten Angsthasen. Routiniert untersuchen die Richter die Exemplare und notieren die Ergebnisse auf den Steckbriefkärtchen.

Geheimfavoriten gibt es nicht

Einen Geheimfavoriten gibt es nicht. Ob nun Großsilber, Thüringer, Weißgrannen Schwarz oder die Wildfarben Kaninchen mit den Schlappohren - jeder hat die gleichen Chancen. Neben den Ehrungen für die drei besten Züchter, werden auch in den Kategorien „Beste Familie“ (ein Elterntier und drei Nachkommen), „höchste Sammlung“ und „bester 1.0 (Rammler) des Jahres“ und „beste 0.1 (Häsin) des Jahres“ Auszeichnungen verliehen. Für Jungzüchter gibt es den Ehrenpreis.

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