Naturschutz

Wilde Fläche wird Streuobstwiese in Gedenken an Warsteiner

Streuobstwiese Gedenken an Liese

Streuobstwiese Gedenken an Liese

Foto: Georg Giannakis

Mülheim.   Ökologisches Kleinod auf der Mülheimer Heide. Streuobstwiese mit 32 Bäumen. Gedenken an Heino Liese. Welchen Tiere die Wiese Obhut gewährt.

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Mit einem erschaffenen ökologischen Kleinod auf der brachliegenden Heide in Warstein-Mülheim, nahe den Sennhöfen, setzt die Stadt Warstein ein klares Zeichen für den Naturschutz. Noch unter Federführung des mittlerweile verstorbenen Heino Liese, langjähriger Mitarbeiter der Stadt Warstein und unter anderem zuständig für Natur- und Landschaftsschutz, wurde ein entsprechendes Nutzungskonzept für die Fläche entwickelt, das jetzt verwirklicht werden konnte. Eine Streuobstwiese mit 32 neu eingepflanzten Obstbäumen ist auf der einst verwilderten Brachfläche entstanden.

Lieses Nutzungskonzept, das er unter Einbindung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Soest und des neuen Eigentümers entwickelte, sieht die Erhaltung und Aufwertung dieses Kleinodes vor, in dem um die Mager-Trockenrasenfläche eine Schutzzone mit heimischen Gehölzen und alten Obstbaumsorten angelegt wird.

Im Frühsommer 2018 begann die Umsetzungsphase. Zunächst wurde die Fläche von Unrat befreit, der sich im Laufe der Jahre angesammelt hatte. Ab Oktober wurden dann Gehölze entfernt, um die fortschreitende Verbuschung der Biotopfläche zu stoppen, sowie die Schutzzone für die Anlage der Streuobstwiese vorbereitet.

Um ein Zuwachsen der Fläche künftig zu verhindern, wird die Fläche regelmäßig von Schafen abgeweidet werden. Die Schafe selbst sind wiederum ein weiteres Natur- bzw. Tierschutzprojekt, da es sich um sogenannte Archeschafe handelt, das heißt einerseits alte seltene Rassen, die hier weiter gezüchtet werden, andererseits Tiere, die aus Tierschutzgründen ein neues Zuhause suchen.

Positive Kommentare

Auch in der Bevölkerung und bei den Anwohnern stieß das Projekt auf rege Anteilnahme und Zustimmung. Das zeigten die vielen positiven Kommentare vorbeikommender Spaziergänger sowie die Unterstützung von vielen Seiten. Besonders seien hier unter anderem die örtlichen Landwirte, die Familien Korff, Jesse und Schulte-Kroll sowie die Firma Tischer, die mit schwerem Gerät und viel Arbeitseinsatz die der Wiederherstellung und Entwicklung der Fläche unterstützten.

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