Kalkofenfest Suttrop

WP-Volontär beim Anzünden des Kalkofens in Suttrop mit dabei

WP-Volontär Sebastian Hahn trotzt den widrigen  Wetterumständen am Kalkofen und packt mit an.

Foto: Sebastian Hahn

WP-Volontär Sebastian Hahn trotzt den widrigen Wetterumständen am Kalkofen und packt mit an. Foto: Sebastian Hahn

Suttrop.   WP-Volontär Sebastian Hahn hat sich das Anzünden des Kalkofens in Suttrop einmal genau angeschaut – und auch die Schippe in die Hand genommen.

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Der Kalkofen in Suttrop ist an! Trotz strömendem Regen am Freitagabend haben es die Kalkbrenner geschafft, die Steine zum Glühen zu bringen. Mit dabei: WP-Volontär Sebastian Hahn. Wie er das Aufschichten bei seiner Kalkofenfest-Premier erlebt:

17.05 Uhr: „Das klappt schon alles, da drin wird’s so heiß, dass der Regen gar nicht unten ankommt.“ – Berni Meyer ist sich sicher: Auch beim elften Mal wird der Kalkofen ohne Probleme angezündet werden, „auch wenn das Wetter natürlich nicht optimal ist.“

17.12 Uhr: Ich komme zur Kalkbrenner-Hütte, die erst seit Kurzem in unmittelbarer Nähe vom Ofen steht. Neben Berni Meyer begrüßt mich Jimmy Besse, er ist seit fünf Jahren dabei. „Dafür, dass du mitmachen willst, hast du aber die falschen Klamotten an“, bekomme ich von beiden zu hören. Lederjacke, T-Shirt und Jeans, vielleicht hätte ich mich vorher umziehen sollen.

Tischbauen am Kalkofen

17.34 Uhr: So langsam wird es Ernst. Die Kalkbrenner sind vollzählig am Ofen angetreten, Sicherheitskleidung ist angelegt. Die ersten Holzstämme, erst vorgestern gefällt, werden mit der Kettensäge gespalten, parallel dazu kommt die Axt zum Einsatz. „Wir nehmen absichtlich frisches Holz, damit es beim Anzünden möglichst lange hält“, erklärt Jimmy Besse.

18.12Uhr: Der Tisch“ wird gebaut. Er soll als Stütze für die Steine dienen, und für eine gewisse Grundhitze sorgen. Jimmy Besse steigt artistisch im Spagat in die Tiefe, anschließend misst er den Ofenschacht genau aus. „Der Tisch“ soll schließlich stabil sein. Gut, da wäre ich dann überfragt gewesen – selbst mit passender Arbeitskleidung.

Nächstes Jahr: Nachtschicht

18.34 Uhr: „Der Tisch“ steht, die letzten Holzreste werden in die Lücken gestopft. „Du bist ja genauer als ein Fliesenleger, fehlt nur noch Silikon“, wirft einer der Kalkbrenner Jimmy Besse zu. Tatsächlich ist die Grundlage für das Ofenfeuer so stabil, dass er darauf herumspringen kann. Gleich geht’ los“

18.45 Uhr: Es brennt! Nachdem Jimmy Besse den Boden noch mit Papiertüten und Trockenholz ausgelegt hat, zündet er den Ofen an und wird dann von seinen Kollegen herausgehoben. Nach ein paar Minuten kommen Koks und Stein hinzu, bis Sonntag soll der Ofen ohne Probleme brennen und Kalk produzieren. Ich schütte auch ein paar Schippen in die glühende Tiefe. Dann verabschiede ich mich. Die Kalkbrenner schieben dagegen Nachtschicht und passen auf den Ofen auf – meine Aufgabe für nächstes Jahr.

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