Halloween-Party

Das Labyrinth des Grauens lehrt in Leithe das Gruseln

Pascal Charpentier hat eine ganze Garage voller Halloween-Dekoration.

Pascal Charpentier hat eine ganze Garage voller Halloween-Dekoration.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Leithe.  Nach Wattenscheid kehrt das Grauen zurück. Zur kostenlosen Halloween-Party beim Kleingartenverein „Sonneneck“ werden hunderte Besucher erwartet.

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Wer traut sich hinein, wenn das Grauen zurückkehrt? In verzweigte, düstere Gänge, die keine Hoffnung auf einen Ausweg bieten. Oder reicht die süße Belohnung, um alle Vorsicht abzulegen und sich mit anderen verkleideten Abenteurern – jung und alt – in den Irrgarten zu stürzen?

Pascal Charpentier (33) schlägt mit seiner Familie an Halloween (31. Oktober) wieder zu. Am und im Vereinshaus des Kleingartenvereins (KGV) Sonneneck baut er sein „Labyrinth des Grauens“ auf und lehrt das Gruseln. An die 400 Besucher versuchten sich 2018 an Charpentiers Irrgarten. Überwältigt war man vom Ansturm, sagt Anika Charpentier (34): „Wir haben die Party nicht groß angekündigt und trotzdem kamen die Leute von überall her. Dieses Jahr wurden wir schon mehrfach angesprochen, ob und wo wir feiern.“

Wetter kann nicht schrecken: Außenbereich ist überdacht

Das „ob“ stellte sich nicht, allein der Ort ist neu. Die KGV Lehmkuhle an der Laubenstraße war bereits belegt, erzählt Anika Charpentier. Also lassen sie, Ehemann und Grusel-Garant Pascal und Sohn Emilio (6) den Schrecken diesmal auf die Gäste der KGV Sonneneck (Kemnastraße 22) los. Dort freut man sich schon auf Halloween. Hans-Joachim Spliesgardt ist stellvertretender Vorsitzender der KGV in Leithe und schon ziemlich gespannt, was ihm und seinen Gartenfreunden ins und ans Vereinshaus steht.

Angst und Bange wird Spliesgardt ums Wetter zumindest nicht. Der Außenbereich der „Sonneneck-Hütte“ ist überdacht, ein Teil des Labyrinths führt die Irrläufer weiter ins Innere des Vereinsheim. Es wird gegrillt, Getränke stehen bereit und natürlich jede Menge Süßes für Mutige. Die sollten jedoch das Saure nicht aus den Augen verlieren.

Eine Garage voller Deko

Für Initiator Pascal Charpentier wird es ab dem 30. Oktober richtig ernst: „Ich fange morgens mit dem Aufbau an, muss erstmal meine Garage mit der ganzen Halloween-Deko entleeren und werde wohl wieder erst kurz vor knapp fertig sein am Donnerstagabend. Es ist mittlerweile ein Riesenaufwand.“ Ursprünglich nur für die eigene Familie geplant, wuchs die Veranstaltung mit den Jahren und gipfelte vorerst 2018. „Das möchten wir gerne nochmal toppen. Das Labyrinth ist dieses Mal noch größer.“

Der Irrgarten besteht aus Bauzäunen, die mit Abdeckplanen in ein dunkles Grün getaucht werden. „Animatronics“, bewegliche Figuren, die Charpentier zusammen mit weiterer Technik extra aus den USA importiert hat, verbreiten Schrecken. Auch Schwarzlicht und Beamer sorgen für geisterhafte Spuk-Atmosphäre. Kosten scheut der Halloween-Fan keine: „Alles ist privat finanziert, wir haben keine Sponsoren.“

Charpentier erfüllt sich Kindheitstraum

Seine Faszination am Brauchtum, das irische Einwanderer einst in den USA populär machten und das sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut, geht zurück auf Pascal Charpentiers Kindheit: „Ich war von klein auf begeistert, habe mal im Movie Park gearbeitet und wurde dort noch mehr angesteckt. Auch Videos aus den USA habe ich immer geliebt und mir angeschaut. Ein eigenes Labyrinth zu bauen, war immer mein Traum.“

Sollte Vater Pascal einmal genug haben, steht der würdige Grusel-Nachfolger wohl schon parat, erzählt Mutter Anika: „Mit seiner Begeisterung hat Pascal auch unseren Sohn angesteckt.“ Und Emilio kann Halloween kaum noch erwarten. Worauf er sich am meisten freut? Klare Sache: „Aufs Erschrecken!“ Gruseln garantiert.

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