Sportanlagen

Eppendorf freut sich über neuen Sportplatz

Der neue Kunstrasenplatz in Eppendorf. Statt Gummi-Granulat wurde bei der Sanierung Sand genutzt.

Der neue Kunstrasenplatz in Eppendorf. Statt Gummi-Granulat wurde bei der Sanierung Sand genutzt.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Eppendorf/Westenfeld.  Auf dem Platz in Bochum-Eppendorf werden heute die Tore wieder aufgestellt. Der Kunstrasen ist fertig. Bei Westenfeld geht der Umbau bald los.

Ab Samstag soll wieder trainiert werden können. Heute werden - nicht unwichtig für einen Fußballplatz - die Tore wieder an ihren angestammten Platz montiert. Morgen kann dann die Übernahme durch die Stadt erfolgen. Gut einen Monat lang hat die Firma „Polytan“ hier auf dem Platz vom SV Schwarz-Weiß Eppendorf den neuen Rasen verklebt.

Zeitplan wurde eingehalten

Jetzt ist alles fertig. „Das Timing war hervorragend. Drei bis vier Wochen waren angesagt und wurden auch eingehalten“, sagt Horst Jankowski, Vorstandsmitglied des Vereins. Während die Sanierung lief, mussten die Mannschaften des SV Schwarz-Weiß auf Plätze in der Umgebung ausweichen. „Wir haben aber freundschaftliche Beziehungen zu anderen Vereinen, das war kein Problem“, meint Jankowski. In Leithe allerdings musste man auf Asche spielen. Nach dem Luxus-Belag Kunstrasen, laut Horst Jankowski, eine Umgewöhnung für die Teams.

Alter Platz in katastrophalem Zustand

Die mussten aber auch schon mit dem mangelhaften Belag des alten Kunstrasen klarkommen. „Der Platz war nicht schlecht, sondern katastrophal. Wenn man Pech hatte, sprang der Ball in alle Richtungen“, sagt Horst Jankowski und lacht. Ursprünglich sollte der gesamte Umbau in der Sommerpause stattfinden. Im Vorfeld gab es aber Diskussionen über die Neugestaltung der Platzanlage.

Auch ein Winterrasenplatz wurde zeitweise als Option ins Spiel gebracht, war aber aufgrund der Menge des Düngers und des Vetos der Landschaftsschutzbehörde nach kurzer Zeit kein Thema mehr. Der Baubeginn verzögerte sich trotzdem um vier Wochen und fiel in die Zeit der Vorbereitung.

Sand statt umweltschädlichem Granulat

Eine Neuerung auf dem heutigen Platz: Anders als das frühere, ist das jetzige Geläuf mit Sand unterfüttert. Das Kunststoffgranulat des Vorgängers gilt als umweltschädlich. Die kleinen Gummi-Partikel können durch Regen und Wind vom Platz abgetragen werden. So gelangt das Mikroplastik in die Natur. Außerdem bleiben sie leicht an der Kleidung und den Schuhen der Spieler hängen, verlassen so die Anlagen. Selbst ein generelles Verbot von Kunstrasenplätzen mit Gummi-Granulat stand im Raum, ist aber vorerst vom Tisch.

Sportfreunde Westenfeld erwarten Erneuerung

Auf einen neuen Kunstrasen-Belag können sich auch die Sportfreunde Westenfeld freuen. An der Sportanlage an der Lohackerstraße soll kommende Woche mit dem Umbau des jetzigen Ascheplatzes begonnen werden. Auf die neuen Kabinen und Sanitäranlagen muss der Verein noch länger warten, die finanziellen Mittel werden in den Haushaltsentwurf 2020/21 eingestellt. Mit einem Baubeginn ist so laut Stadt erst im Laufe des Jahres 2021 zu rechnen.

Eppendorf kann im besten Fall schon morgen einen Haken hinter die Erneuerung machen. Jetzt will der Club auch sportlich wieder angreifen und den Wiederaufstieg in die Bezirksliga schaffen. Das 6:0 beim Saisonauftakt zeigt schon mal: Die Mannschaft weiß, wo das Tor steht. Seit heute können sie es auch auf dem eigenen Platz wieder finden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben