Tradition

Im Karneval flaggt Wattenscheid Blau-Weiss und Rot-Weiß

Die Kükengarde der Kolpingspielschar präsentierte bei den Höntroper Gänsereitern erstmals ihren Gardetanz. Strahlender Sonnenschein empfing die Besucher.

Die Kükengarde der Kolpingspielschar präsentierte bei den Höntroper Gänsereitern erstmals ihren Gardetanz. Strahlender Sonnenschein empfing die Besucher.

Foto: Gero Helm / FFS

Mit dem Biwak der KG Blau-Weiss Günnigfeld und dem Auftakt mit Böllerschüssen der Höntroper Gänsereiter startet der Karneval durch in die Session.

Wattenscheid. Einmal kalt, einmal warm, einmal Blau-Weiss, einmal Rot-Weiß: Der Wattenscheider Karneval bringt die Kontraste mühelos zusammen. So geschehen bei den traditionellen Auftakt-Veranstaltungen, dem Biwak der KG Blau-Weiss Günnigfeld im Wichernhaus und den elf Böllerschüssen bei den Gänsereitern in Höntrop.

Wobei diesmal ein ungewöhnliches Blau das erste Farbsignal gab, das vom Blaulicht des Bezirksdienstes der Wattenscheider Polizei, die als Premiere den kurzen Umzug der Vereine von der Friedrichstraße zur Parkallee per Segway zweirädrig eskortierte.

Feiern im Regen, elfBöllerschüsse bei Sonnenschein

Launig eröffnete KG-Präsident Klaus Zirkel vor proppevollem Hause den Reigen: „Die Toten Hosen haben schließlich auch einen Hit damit gelandet: Feiern im Regen.“ Das Wetter zeigte sich am Samstag noch eher geeignet für Rollkragen und Steppjacke, am Sonntag hingegen mit strahlender Novembersonne zum Startschuss mit dem „ältesten Mitglied der Höntroper Gänsereiter von 1912“, der Kanone, wo sich bald alle Aktiven gleich wiedertrafen.

Und sie konnten die Bälle vom Biwak gleich weiterspielen. Hier wie dort setzte das Rot-Weiß der Stadtfarben und - in Bewegung - der Kolpingspielschar in Bataillonsstärke seiner verschiedenen Tanzgarden dem Blau-Weiß des Jubiläumsclubs in Günnigfeld und der drei Gänsereiterclubs in Höntrop, gemeinsam auf der Bühne mit den Sevinghausern und den Freisenbruchern einen Kontrast entgegen.

Vom Gänsereiter zum Herner Prinzen

Um so auffälliger waren daher nicht nur die einzigen Fasanenfedern im Saal und auf dem Platz, sondern auch das Ornat des Prinzenpaars der Herner Karnevalsgesellschaft, Andreas I. Rybka und Jennifer I. Mahne, in Grün. Immerhin: Seine Wurzeln hat der Prinz bei den Sevinghauser Blaukitteln.

Schulterschluss und Ordenstausch

Was beim Biwak seinen Auftakt fand, setzte sich vor der Wagenbauhalle fort. Höntrops Oberschulte Markus Oskamp und Günnigfelds Vorsitzender Frank Langkau („ein Höntroper Junge, nur fremdgegangen“)

tauschten gegenseitig die Ehrenzeichen der Vereine aus, wie das dann unter den drei Gänsereiterclubs fortgesetzt wurde. Diese letzte Gelegenheit nutzte das Höntroper Königspaar aus Maximilian I. und Christina I. der „Warm- und Barmherzigen“, um dem scheidenden Stadtprinzenpaar Marc und Sarah ebenfalls den Gänsereiterorden zu verleihen.

Fotostrecke auf www.waz.de

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