Fan-Auseinandersetzung

Nach RWE-Spiel Massenschlägerei am Bahnhof Wattenscheid

Am Bahnhof in Wattenscheid stürmten die Angreifer aus der Böschung auf den Bahnsteig. Dort kam es zu einer Massenschlägerei (Archivbild).

Am Bahnhof in Wattenscheid stürmten die Angreifer aus der Böschung auf den Bahnsteig. Dort kam es zu einer Massenschlägerei (Archivbild).

Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Essen/Wattenscheid.  Auf dem Rückweg vom Auswärtsspiel überfielen offenbar Schalker-Risikofans einen Zug mit RWE-Fans. Der Zug hatte gerade in Wattenscheid gehalten.

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Risiko-Fans von Rot-Weiss Essen und und des FC Schalke 04 haben sich am Freitagabend im Bahnhof Wattenscheid offenbar eine Massenschlägerei geliefert. Die RWE-Fans waren auf dem Rückweg vom Regionalligaspiel gegen den SV Lippstadt. In dem RE saßen laut Bundespolizei auch rund 100 Anhänger aus der Risiko-Fanszene von RWE.

Nachdem der Zug im Bahnhof Wattenscheid zum Stehen gekommen war, stürmten zwischen 30 und 40 Personen aus dem Buschwerk über die Gleise auf den Bahnsteig und suchten dort die Auseinandersetzung mit den RWE-Anhängern, schildert die Bundespolizei den Einsatz kurz vor Mitternacht. Auf dem Bahnsteig kam es zur Massenschlägerei, dabei gingen mehrere Personen zu Boden und wurden von ihren Kontrahenten auch noch getreten, als sie bereits am Boden lagen.

Zwei Szenekundige Beamte der Bundespolizei, die sich ebenfalls in dem Zug befanden, versuchten, die große Masse der RWE-Fans zu bewegen, wieder in den Zug einzusteigen. Nachdem ein Teil der Angreifer geflüchtet war, folgten sie Essener Fans dieser Aufforderung auch. Auf Drängen der Bundespolizisten fuhr der Zug aus dem Bahnhof, um so eine erneute Auseinandersetzung zu verhindern.

Szenekundige Beamte erkannten drei Schalker Problemfans

Trotz Nachfrage, ob es unter den Fans im Zug Verletzte gab, meldete sich keine Person bei den Beamten, die eine ärztliche Behandlung benötigte, heißt es weiter im Einsatzbericht der Polizei. Im Essener Hauptbahnhof verließen die meisten Fans den Zug.

Der Bahnhof Wattenscheid und der Regionalexpress sind nicht videoüberwacht. Die Szenekundigen Beamten der Bundespolizei konnten jedoch drei der Angreifer identifizieren, die sie dem Umfeld der Schalker Risikofanszene zuordnen. Ob es sich bei den anderen Angreifern ebenfalls um Schalker Risikofans handelte, müssen erst die weiteren Ermittlungen klären. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruch.

Bei der Partie am Freitagabend hatte Rot-Weiss Essen den SV Lippstadt 08 mit 4:2 geschlagen, die Essener übernahmen durch den Sieg die Tabellenführung in der Regionalliga West. (red)

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