Soziales

Nur wenige Bedürftige folgen der Einladung zum Martins-Essen

Viele Tische sind beim gemeinsamen Essen im Gemeindehaus von St. Joseph leer geblieben.

Viele Tische sind beim gemeinsamen Essen im Gemeindehaus von St. Joseph leer geblieben.

Foto: Gero Helm / FFS

Wattenscheid-Heide.  In Zusammenarbeit mit der Wattenscheider Tafel wurde im Pfarrheim von St. Joseph für 40 Menschen gekocht. Pastor will die Aktion fortsetzen.

Die Premiere verlief noch ziemlich verhalten, aber Pastor Klaus Reiermann ist sich trotzdem schon recht sicher, die Aktion in irgendeiner Form fortzusetzen oder neu aufzulegen. Erstmals hatte zu St. Martin die Gemeinde St. Joseph ins Pfarrheim an der Geitlingstraße eingeladen, nicht zu Martinsspiel oder Singen am Feuer, sondern zum Essen in der Gemeinschaft.

Über die Wattenscheider Tafel waren 40 Bedürftige angesprochen worden, die an der Ausgabe an der Laubenstraße zwar Lebensmittel bekommen, aber unter Umständen nicht gemütlich mit anderen am Mittagstisch sitzen und essen können, schon gar nicht Suppe, Hauptgang mit Putensteak oder Roulade, Gemüse und Dessert. Außerdem hatte der Gemeinderat anschließend auch noch zu Kaffee eingeladen, und die Gäste konnten noch einen Film sehen. Der Kinderchor „Marantha“ hatte außerdem ein Willkommenslied angestimmt.

Pastor Klaus Reiermann erzählte im Trubel des Servierens, Propst Werner Plantzen habe ihm eigens noch durchgegeben, dass er die Nachricht von dieser alternativen Martinsfeier auch noch beim großen Umzug in Höntrop verbreiten wolle und dankte dem Gemeindepastor und dem Gemeinderat für den Mut zu diesem ungewöhnlichen Schritt.

Mit der Einladung waren eigens Bedürftige angesprochen worden, die nicht über die Mittagstisch-Angebote beispielsweise an der Sommerdellenstraße erreicht werden konnten.

Pastor bleibt bei dem Konzept

Von den 40, die die Einladung für das Essen in St. Joseph angenommen hatten, erschienen allerdings gerade knapp 25. Reiermann nahm das erstaunt, aber gelassen hin. „Das wird sich schon rumsprechen. Wir haben das bestimmt nicht zum letzen Mal gemacht“, kommentierte er entspannt, „vielleicht zu einem anderen Termin.“

Großer Dank an die Helfer

Richtig sauer war dagegen Aenni Gorks vom Vorstand der Wattenscheider Tafel, und wollte „denen, die ja sogar dafür unterschrieben haben, dass sie zum Essen herkommen, mal so richtig den Kopf waschen. Schließlich haben die Helfer hier denen das extra so schön gemacht, damit die sich richtig zu Hause fühlen können. Soviel Mühe, und dann wird das ignoriert.“

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