Neuer Autobahnanschluss

A3-Anschluss: Anwohner in Hamminkeln beschweren sich

Es gibt Streit um die verschiedenen Varianten für die neue Anschlussstelle an die A3.

Es gibt Streit um die verschiedenen Varianten für die neue Anschlussstelle an die A3.

Foto: Miriam Fischer / funkegrafik nrw

Hamminkeln.  Die Anwohner der Venninghauser Straße wehren sich gegen einen dortigen Anschluss an die A3. Sie befürchten noch mehr Verkehr vor ihrer Haustür.

Gegen den Plan, am Molkereiweg beziehungsweise an der Venninghauser Straße eine neue Anschlussstelle zur A3 zu bauen, regt sich in Brünen Widerstand. Gernot Buschmann, Anneliese Hecheltjen und Birte Pieper haben im Namen der Anwohner an der Venninghauser Straße an Bürgermeister Bernd Romanski und die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik geschrieben.

„Bereits jetzt ist die Venninghauser Straße ein von Berufspendlern, Motorradfahrern und Lkw viel befahrener, die Anlieger sehr stark belastender Verkehrsabschnitt. Auf Bürgerantrag wurde im Jahr 2012 die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h herabgesetzt“, schreiben die Brüner. Mit dieser Maßnahme habe die Verwaltung dem Umstand damals Rechnung getragen, dass bereits jetzt durch den Straßenverkehr eine hohe Belastung und Gefahr für die Anwohner der Venninghauser Straße ausgehe. „Die jetzigen Erwägungen, den Verkehr auf der Venninghauser Straße massiv zu erhöhen, steht hierzu in Widerspruch und würde diese Ordnungsmaßnahme ad absurdum führen.“ Die Anwohner befürchten eine „kalte Enteignung“, die nicht im Verhältnis zu den erhofften Vorteilen für Dritte stünde.

Probleme nicht gelöst, sondern verschoben

Nach ihrer Ansicht würde die bestehende Verkehrsproblematik auf der Hamminkelner Straße lediglich nach dem St. Florians-Prinzip auf die Venninghauser Straße verlagert. „Wir wenden uns dagegen, dass die bestehende Belastungssituation nunmehr durch die Anwohner der Unterbauernschaft getragen werden soll, mithin nur verschoben, aber nicht gelöst wird“, so die Anwohner.

Sie argumentieren auch mit einem massiven ökologischen Eingriff im Bereich des Brüner Bruchs und der Brüner Höhen, bei dem große Waldbestände einer Westumgehung zum Opfer fallen würden. Die Bürgerinitiative Ortsumgehung Brünen vertrete nicht die Interessen der Anwohner an der Venninghauser Straße, stellen sie klar. „Wir appellieren, dass eine für alle Betroffenen - im Dorf und in der Unterbauernschaft - gerechte und ausgewogene Lösung der Verkehrsregulierung gefunden wird, ohne uns als Teil der dörflichen Gemeinschaft einseitig zu benachteiligen“, heißt es in den Schreiben.

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