Verkehr

Ärger über Sperrung der Raiffeisenstraße in Hamminkeln

Auf rund 50 Metern ist die Raiffeisenstraße in Hamminkeln für vier Wochen gesperrt.

Auf rund 50 Metern ist die Raiffeisenstraße in Hamminkeln für vier Wochen gesperrt.

Foto: Markus Weissenfels / FFS

Hamminkeln.  Gewerbetreibende kritisieren vor allem den Zeitpunkt der vierwöchigen Sperrung und auch die Informationspolitik – sie befürchten starke Einbußen.

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Seit Montag und noch bis zum 20. Dezember ist die Raiffeisenstraße auf rund 50 Metern im Einmündungsbereich Blumenkamper Straße gesperrt – das sorgt bei den Geschäftsleuten für Ärger.

Sie befürchten Einbußen im Weihnachtsgeschäft und hätten sich eine andere Lösung, nämlich die Sperrung im Januar, gewünscht. Wasser-, Strom- und Leer-Kabel für Telekommunikation werden dort verlegt, zudem entstehen ein neuer Fußweg und eine neue Straße. Deshalb ist aktuell nur ein schmaler Gehweg an der Geschäftsseite für Passanten frei.

„Die Situation der Gewerbetreibenden und auch der Kunden wurde nicht berücksichtigt“, klagt Markus Dienberg, der erst im August den Rewe-Markt übernommen hat. Er sei „genervt und sehr enttäuscht über die Informationspolitik sowie nicht erfolgte Absprachen.“ Dienberg ergänzt: „Die Sperrung wird den Planumsatz nach unten reißen.“

„Verschiebung war nicht möglich“

Auch bei Bürgermeister Bernd Romanski ist die Kritik der Geschäftsleute angekommen, die Stadt sei bei der Planung jedoch außen vor. Im Durchführungsvertrag der beiden Investoren Schneiders und Schleiting sei festgelegt, dass sämtliche Bauarbeiten bis zum 15. Dezember erledigt sein müssen. Die Stadt habe der beantragten Sperrung zugestimmt.

Hätte man den Termin verschieben wollen, hätten sich die Beteiligten vorher zusammensetzen müssen, so Romanski. Es sei Aufgabe des Verpächters Heinz Schneiders, die Inhaber der Geschäfte seines Gebäudekomplexes (etwa Rewe und Provinzial) zu informieren.

Dies ist aber offenbar erst sehr spät geschehen: „Ich weiß seit dem 7. November von der Sperrung“, berichtet Dienberg. Sarah Poetsch, Inhaberin der Provinzial-Versicherungsagentur, sagt: „Ich weiß erst seit Donnerstag vergangener Woche Bescheid, habe seitdem mit gefühlt 28 Leuten telefoniert, die aber alle dafür nicht zuständig sein wollen – einer schiebt den Schwarzen Peter auf den anderen. Für uns ist der Zeitpunkt und der Zeitrahmen ganz schlecht, dasselbe gilt auch für das Reisebüro und den Frisör nebenan.“

Der von den Bauherren beauftragte Bauleiter Udo Bovenkerk gibt zu bedenken, dass eine Sperrung im Januar nicht möglich gewesen wäre, denn zu diesem Zeitpunkt sei schon eine halbseitige Sperrung des Blumenkamper Weges geplant, weil an dem Neubau an der Ecke der Fußweg und die Parkplätze hergerichtet werden. Beides zusammen hätte nicht funktioniert.

Lob für die Bauarbeiter

Bauherr Stefan Schleiting ergänzt: „Schon seit 2017 steht fest, dass Ende dieses Jahres alles fertig sein muss, darüber waren alle Beteiligten informiert.“ Schleiting verweist zudem darauf, dass er am 1. Februar den Laden der Firma Takko übergeben müsse.

Trotz allen Ärgers sagt die Betroffene Poetsch: „Die Jungs auf der Baustelle können nichts dafür, die arbeiten flott und geben ihr Bestes.“

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