Kölschrock

Brings begeistern in Wesel mit Mix aus alten und neuen Hits

Die Kölner Gruppe Brings gastierte am Samstag  in der Niederrheinhalle Wesel.

Die Kölner Gruppe Brings gastierte am Samstag in der Niederrheinhalle Wesel.

Foto: Johann_Ridder

Wesel.   Die Kölner Jungs haben in 26 Jahren nichts verlernt. Angesichts der aktuellen Sicherheitsvorkehrungen gab es auch einen nachdenklichen Moment.

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Auch im 26. Bandjahr präsentiert sich die Kölschrockband Brings voller Antrieb. Unter rhythmischem Klatschen betraten am Samstagabend Peter und Stephan Brings sowie Kai Engel, Harry Alfter und Christian Blüm die Bühne. Im bekannten Tartan-Look und Gitarrist Harry mit Sonnenbrille, ließen sie gar nicht lange auf sich warten und stimmten sofort ihre Instrumente an. „Heute haben wir ein Mix aus alten und neuen Hits mitgebracht“, erklärte Peter dem Publikum.

Was folgte, hatte Potenzial zum Mitsingen und so erklang aus jeder Ecke des Saals ein persönliches Echo der Lieblingssongs.

Die Stimmung in der Niederrheinhalle war familiär und entspannt. Überall waren die zahlreichen Fans zu sehen, die ihre Verbundenheit zu den Brings durch passende Tartan-Hüte, -Krawatten und -Shorts zur Schau trugen. Kurz vor der Bühne hatten sich einige Fans sogar die Mühe gemacht, beleuchtete Buchstaben mit den Band-Initialen auf den Hüten zu befestigen und auch der Nachwuchs feierte freudig mit.

Ganz nah am Publikum

Das Musikprogramm gestaltete sich abwechslungsreich, mal ruhig, mal rockig aber immer Brings und nonstop, denn Pausen gab es praktisch nicht. Ob nun der 2011er Hit „Halleluja“ vom Album „Dat Is Geil“ oder „Nur mer zwei“ vom 1991er Album „Zwei zoote Minsche“, die Kölner legten jede Menge Herzblut in den Auftritt.

Peter ließ es sich auch nicht nehmen, einige Eindrücke anderer Konzerte zu schildern: „Beim Konzert in Pulheim haben wir wieder gemerkt, wie hoch die Sicherheitsvorkehrungen mittlerweile geworden sind. Ganz ehrlich, ich mache manchmal das Radio aus, weil ich das Ganze nicht mehr hören kann.“ Das Publikum applaudierte zustimmend. „Aber die Augen zu verschließen, ist auch nicht gut“. Im Anschluss spielte die Band das Lied „Wir werden frei sein, wenn wir uns lieben. Es wird vorbei sein, mit all den Kriegen“, wobei die Handys als Feuerzeugersatz gezückt wurden und das Publikum den eingeblendeten Songtext lautstark mitsang.

Klänge von AC/DC

Brings ist vielfältig und nah am Publikum und bestimmt deshalb auch so beliebt. In kurzen Passagen gab es Instrumentensolos mit Klängen von AC/DC oder auch mal einen Schlagabtausch mit Drummer Christian, der mit lautstarker Akustik und einem punktgenauen Lichtspiel begleitet wurde. Stephan Brings sprang zwischendurch aufs Podest, ließ seinen traditionellen Schottenrock durch eine Windmaschine fliegen und demonstrierte dadurch, wie viel Köpereinsatz die Jungs auf die Bühne bringen.

Abgerundet wurde die musikalische Mischung durch Trompeteneinlagen sowie Akkordeonklänge, und auch Keyboarder Kai zeigte, dass er singen kann – Grund für weiteren Applaus. Die Bildschirme auf der Bühne dienten nicht allein zur Lichtgestaltung, sondern unterstrichen auch Songs wie „Mitten in der Eifel“ mit Bildarrangements. Jeder Fan kam in der Niederrheinhalle auf seine Kosten und konnte Brings so hautnah erleben, wie es sonst kaum noch möglich ist.

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