Landespolitik

Charlotte Quik (CDU) aus Hamminkeln-Brünen zieht Bilanz

Die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik beim Pressegespräch am Dienstagnachmittag in Wesel.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik beim Pressegespräch am Dienstagnachmittag in Wesel.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Die Hälfte der Legislaturperiode im NRW-Landtag in Düsseldorf ist rum. Wie Charlotte Quik die Zeit erlebt hat und was mit Zuschüssen bewegt wurde.

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Mittags zog NRW-Ministerpräsident Armin Laschet seine Halbzeitbilanz der Legislaturperiode in Düsseldorf, zweieinhalb Stunden später lud die hiesige CDU-Abgeordnete Charlotte Quik in die Kreisgeschäftsstelle ihrer Partei an der van-Gent-Straße in Wesel. So richtig konnte sie es selbst nicht glauben, dass sie schon zweieinhalb Jahre im Landtag sitzt.

Kompromissbereitschaft statt Dagegenkultur

Doch nach wie vor freue sie sich darüber, die Chance zu haben, jeden Tag Einsatz „für unsere Heimat“ zu zeigen. „Es macht immer noch Spaß“, sagt sie. Sie fühle sich sehr angekommen, Themen und Akteure seien ihr vertraut. Und mit der Zusammenarbeit vor Ort sei sie auch sehr zufrieden. Was sie allerdings generell störe, sei die grundlegende Haltung vieler, eine Art Dagegenkultur. Das zeige sich etwa am Beispiel Ortsumgehung Brünen und das sei schade. Sie sehe es deshalb als ihre Aufgabe an, zu vermitteln und zu kommunizieren und vor allem eine sachliche Debatte zu führen. Kompromissbereitschaft sei dabei - wie in allen Lebensbereichen - unumgänglich, findet sie und spricht auch von persönlichen Anfeindungen, so beim Thema Kies.

Dann präsentierte die 37-jährige Mutter von zwei Kindern ein reiches Zahlenwerk aus den Kommunen, die sie betreut. Ihre Heimatstadt Hamminkeln habe als „sehr, sehr ländliche Kommune“ von der veränderten Landespolitik profitiert. So gingen in diesem Jahr je 200.000 Euro für die Dorferneuerung nach Loikum und Brünen. Waren es 2017 noch 4,7 Millionen an Zuweisungen aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz, konnte man sich 2019 über 7,25 Millionen Euro freuen, 2020 sollen es dann 9,37 Millionen sein.

Nach Hünxe flossen im laufenden Jahr 700.000 Euro für die Sanierung der L462, es gab 300.000 Euro für die Sportstättensanierung und 415.000 Euro für die Digitalisierung der Schulen. Rekordzuweisungen dann auch über das Gemeindefinanzierungsgesetz: 3,5 Millionen Euro 2019, 4,25 Millionen 2020. Hier erfreute Quik vor allem der intensive Kontakt zur Gesamtschule, wo sie mehrere Unterrichtsstunden abhalten konnte und so viel darüber erfuhr, was die Schüler bewegt.

Für Sportstätten und Schuldigitalisierung

In Schermbeck kamen in diesem Jahr 900.000 Euro aus der Städtebauförderung, 300.000 Euro für die Sportstätten und 500.000 Euro für die Schuldigitalisierung an. Die Rekordförderung betrug 2019 5,86 Millionen Euro. Endlich im Bau sei der Radweg zwischen Gahlen und Kirchhellen, der unter Eingeweihten den Namen Antonius-Jansen-Gedächtnisweg trage, weil der Mann sich so vehement dafür eingesetzt habe.

Für Altstadtbauprojekte gab es in Wesel 400.000 Euro sowie je 250.000 Euro für Ginderich und Büderich für die Dorferneuerung. Hinzu kamen 2,4 Millionen Euro für die Schuldigitalisierung und 2,9 Millionen für die Kitas.

22,7 Millionen Euro für Voerde

Auch in Voerde kamen Landesgelder an. Mehr als eine Million gingen ans Sport- und Quartierzentrum Rönskenstraße. Aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz wurden 22,7 Millionen Euro überwiesen, 2017 waren es 19,1 Millionen Euro unter der rot-grünen Landesregierung.

Soziale Medien und mehr

Ihre komplett neu gestaltete Homepage präsentierte Charlotte Quik während der Pressekonferenz ebenfalls. Dort gibt es auch ein knapp fünfminütiges Video mit ihr zur Halbzeitbilanz: www.charlotte-quik.de

Neu sind auch der Facebook- und Instagram-Account der Christdemokratin. Beide wurden nämlich gehackt, wie sie mitteilte.

2020 freut sich Quik vor allem auf die Kommunalwahl im September. Sie werde Landratskandidat Ingo Brohl begleiten und sei gespannt auf die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in den Kommunen.

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