Der Motorradclub sagt Danke

Foto: Petra Bosse

Schermbeck.   Ein wenig Woodstock-Feeling, etwas Easy-Rider und so richtig was auf die Ohren gab es am Samstagabend beim ersten Sommer-Open-Air im Brüggerfeld.

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Ein wenig Woodstock-Feeling, etwas Easy-Rider und so richtig was auf die Ohren gab es am Samstagabend beim ersten Sommer-Open-Air im Brüggerfeld.

Eingeladen zum Konzert mit drei Livebands hatte der Motorradclub Freeway Riders MC Borderland. Im neunten Jahr ist die Ortsgruppe mit rund 20 Mitgliedern in Schermbeck ansässig. Nun war es für den Präsidenten Klaus Diessner (51 Jahre) alias Ketchup an der Zeit, sich der Öffentlichkeit in Form eines Konzertes zu präsentieren.

„Es gibt so viele Vorurteile gegen Motorradfahrer und Rocker, aber wir wurden von unseren tollen Nachbarn vorurteilslos aufgenommen. Mit diesem Konzert möchten wir uns bei diesen Menschen nun bedanken“, so Diessner. Ein weiterer Aspekt für das Konzert sei, dass die Motorradfahrer im Club alle musikverrückt seien. „Motorradfahren und Musik ist für uns Biker eine Einheit und nicht voneinander zu trennen“.

Der gelernte Betriebswirt arbeitet aktuell bei „Walzwerk“ und ist dort für das Booking und für die Pressearbeit zuständig. Erfahrungen sammeln konnte der Geschäftsführer und Präsident des Clubs in Hünxe bis vor zehn Jahren bei „Rock und Bike“.

„Das Konzert hier und heute ist für unseren Schermbecker Club noch mehr oder weniger ein Vorlauf. Im nächsten Jahr, zum zehnjährigen Jubiläum, soll das Ganze noch mehr professionell ausgebaut werden. Den Anfang haben wir mit der neuen Bühne nun gemacht, die auch stehen bleiben soll“, so Diessner.

Vor 30 Jahren kaufte er sich seine erste Harley und ist bis heute bekennender Harley-Fahrer, wie 75 Prozent der Mitglieder im Club. Allerdings, betont Diessner, sei der Mensch und nicht die Marke der Clubmitglieder von Bedeutung.

Am späten Nachmittag startete die „Zelleband“, Dinslakens älteste Rockband, voluminös mit Rockmusik und Popsongs aus den 70er und 80er Jahren. Mit ihren gecoverten Stücken, angefangen von der Manfred Man Earth Band bis hin zu Led Zeppelin, heizten sie dem Publikum, was zu dieser Uhrzeit noch überschaubar war, richtig ein. Die anfänglichen Wolken verschwanden und die letzten Strahlen der Abendsonne sorgten für das richtige Konzertwetter. Die „Zelleband“ pickte von der ersten Minute an die besten Stücke, die jeder kannte und wenn er wollte, mitsingen konnte, aus dem riesigen Fundus heraus und machte Lust auf mehr.

Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Konzertstimmung war, konnte an Verkaufsbuden vorbeischlendern und sich mit Klamotten oder Accessoires, was so ein Hardcore-Harley-Fahrer eben braucht, eindecken. Ein aufgebauter Pool sollte für Kühlung sorgen und kulinarisch gab es deftige Leckereien wie den legendären Borderländer „Pulled-Pork-Burger“ sowie kalte Getränke und diverse Cocktails.

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