Neujahrsempfang

Die CDU Hamminkeln hatte Ex-Umweltminister Töpfer zu Gast

Die CDU hatte Ex-Umweltminister Klaus Töpfer zum Neujahrsempfang ins Rathaus eingeladen.

Die CDU hatte Ex-Umweltminister Klaus Töpfer zum Neujahrsempfang ins Rathaus eingeladen.

Foto: Markus Joosten

Hamminkeln.   Der prominente Christdemokrat redete nicht nur über den Klimawandel, sondern auch über den Zusammenhalt. Und dann war da noch das Bier

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„Du merkst, deine Karriere ist erst dann zu Ende, wenn Du drei Mal in Hamminkeln warst.“ Klaus Töpfer, seines Zeichens Ex-Umweltminister und Ex-Exekutivdirektor des Umweltkomitees der Vereinten Nationen, war blendender Stimmung als er am Sonntag Vormittag beim Neujahrsempfang der CDU im Rathaus ans Rednerpult trat, um über den Klimawandel zu sprechen.

Aber es wurde auch lustig. Das sei ja blöd, merkte Klaus Töpfer während seiner Rede an, dass das Rednerpult schräg sei, da könne man ja gar kein Bier drauf abstellen. Als er dann zum zweiten Mal erwähnte, dass zu einem Sonntag Morgen ein Frühschoppen mit Bier gehöre, fühlte sich Feldschlösschen-Chef Wilhelm Kloppert, doch in an seiner Ehre gepackt und servierte Töpfer eine Flasche samt Glas.

Nun bekommt Klaus Töpfer eine Kiste Bier

Der wiederum erklärte, dass er immer das Etikett nach vorne halte, denn „wenn das in der Zeitung steht, schickt mir die Brauerei manchmal ne Kiste zu.“ Auch das hat sich der Hamminkelner Braumeister zu Herzen genommen: „Der Herr Töpfer kriegt von mir ne Kiste Bier zugeschickt. Klimaneutral.“

Die Qualität der Gesellschaft hänge davon ab, wie wir Politik gestalten, mahnte der prominente Christdemokrat in seiner Ansprache zu nachhaltigem Handeln, denn „nichts tun ist eine Sünde“. Erdöl, Gas und Kohle sei die Biomasse der Vergangenheit, gerade das hoch technisierte Deutschland müsse Techniken entwickeln, die andere übernehmen können.

Zugang zur Energie für alle ist eine Herausforderung

Auch sei der Klimawandel keine hochtrabende Diskussion, auch wenn die AFD auf ihrem letzten Parteitag beschlossen habe, dass es den Klimawandel nicht gebe. Vor allem der Zugang zu Energie für alle sei eine Herausforderung, der die Welt sich stellen müsse.

„Die Energiewende ist gut investiertes Geld“ und „Entwicklungshilfe ist Friedenssicherung“ mahnte er seine Parteifreunde aus Hamminkeln und äußerte folgende Bitte: „Wenn Sie an mich denken, dann als grüner Punkt und nicht als gelber Sack.“

Der Familienstreit am Küchentisch

Das war das Stichwort der CDU-Landtagskandidatin Charlotte Quik, die sich daran erinnerte, dass dies die erste politische Diskussion gewesen sei, die sie und ihre Schwester am Frühstückstisch miterlebt hätten, als Opa und Mutter sich über das Aussortieren von Plastikmüll stritten.

Zuvor hatte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Norbert Neß in seiner Begrüßungsrede betont, dass das Rathaus kein Königspalast sei, in dem ein Alleinherrscher regiere, sondern ein demokratisch gewähltes Parlament, das nicht rede, sondern auch mache.

Neß fordert Verantwortung statt platter Parolen

Neß zählte parteiübergreifend einige Beispiel für das bürgerschaftliche Engagement der Ratsleute auf, für die Integration nicht nur ein Schlagwort sei, sondern die sich engagierten. „Parolen bringen Deuschland keinen Millimeter nach vorn. Wo sind denn die Scharfmacher, wenn es gilt Verantwortung zu übernehmen“ fragte er rhetorisch in die Runde. Den Wahlzettel solle man bitte schön als Nachdenkzettel begreifen.

Romanski: Wir müssen dagegen halten,auch im Kleinen

In seinem Grußwort betonte auch Bürgermeister Bernd Romanski, dass man nicht nur den Populisten hinterher rennen müsse: „Wir müssen dagegen halten, auch im Kleinen. Das ist unsere Aufgabe. Wir müssen die Werte, die wir vertreten, auch leben.“

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