Klima

Die Weseler Klimaschutzpreisträger 2019 stehen fest

Die Kleinsten hatten wohl den größten Spaß: Preissträger des innogy Klimaschutzpreises Wesel auf der Rathaustreppe.

Die Kleinsten hatten wohl den größten Spaß: Preissträger des innogy Klimaschutzpreises Wesel auf der Rathaustreppe.

Foto: Markus Joosten / FFS

Wesel.  Kinder der Grundschule Feldmarkt in Wesel, ADFC-Aktivisten und Renate Freundt mit ihrem Biotop sind für ihre Arbeit ausgezeichnet worden.

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So schön freuen sich die wenigsten Preisträger: Hüpfend, die Hände erhoben, aus vollem Herzen jubelnd nahmen Jungen und Mädchen der Grundschule Feldmark gestern den innogy-Klimaschutzpreis 2019 entgegen.

2500 Euro gibt es damit für das Projekt „Umweltschutz“ an der Grundschule – intensiv beschäftigen sie sich damit, Müll erst gar nicht entstehen zu lassen. Und dass Wasser eine wichtige Ressource ist, mit der sie sparsam umgehen wollen. Und auch, wie man es hinbekommt, die Luft weniger zu verschmutzen – nur einige der klassen- und jahrgangsübergreifenden Themen.

Umweltvertrag für die Zukunft

Kinder planten und bauten das Modell eines klimafreundlichen Hauses, besuchten den Asdonkshof und die Kläranlage. Sie planen, einen Umweltvertrag auszuarbeiten, der für alle Viertklässler sowie Lehrer der Schule gelten soll.

Ob er eingehalten wurde, das checkt dann der nachfolgende vierte Jahrgang und kann optimieren. Das alles beeindruckte die Jury. Das Projekt fußt auf den Überlegungen eines Mädchens, wie es der Welt wohl ginge, wenn sie ohne Menschen wäre.

Stetes Werben für das Fahrradfahren

Platz zwei ging an die Ehrenamtlichen des ADFC Wesel: Für ihre Freizeitradtouren, für die Neubürgertouren, die Radfahrschule für Erwachsene am Berufskolleg – Migranten nehmen daran teil, aber auch Senioren, die sicherer werden wollen.

Das stetige Werben für den Radverkehr sei aus Sicht der Jury „ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Nahmobilität und damit zum Umwelt- und Klimaschutz in der Stadt“. Da strahlten die so Geehrten – und freuten sich darüber, dass ihre Bemühungen Anerkennung fanden.

Wenn auch nach Erwachsenenart – kein Hüpfen, kein lauter Jubel, ein wenig schüchtern kamen sie nach vorn, um Urkunde und Handschlag entgegen zu nehmen.

Ein Leben für die Natur

Auf dem dritten Platz steht ein Lebenswerk: Renate Freundt hat im Diersfordter Wald einen ehemaligen Acker in ein 11.000 Quadratmeter großes Biotop verwandelt. Angefangen hat sie mit ihrem Mann Gerhardt, 1987 war das. Inzwischen ist ihr Mann verstorben und Renate Freundt machte weiter, jahrzehntelang.

Das allein ist löblich, wäre aber noch nicht preiswürdig: Die Naturfreundin öffnet ihr Biotop für Interessierte, sie informiert, führt durch das Projekt und hat bereits wissenschaftliche Arbeiten über die Reptilien und Insekten dort verfasst. Sie gibt ihr Wissen weiter. Die Jury zeigte sich beeindruckt davon, dass die Preisträgerin über Jahrzehnte aktiv geblieben ist. Und das Preisgeld, 1000 Euro? „Das geht ins Biotop“, sagt sie und lächelt.

Informationen zum Klimaschutzpreis

Mit dem Klimaschutzpreis zeichnen die Stadt Wesel und das Unternehmen innogy umwelt- und klimafreundliche Aktivitäten in Wesel aus.

Platz eins des Klimaschutzpreises ist mit 2500 Euro ausgestattet, Platz zwei erhält 1500 Euro und Platz drei 1000 Euro.

Jurymitglieder: Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Simone Ehlen, Chefin der innogy-Region Rhein-Ruhr, Architektin Daniela Lohmeyer, Innungsobermeister Norbert Borgmann, Klimaschutzmanagerin Ingrid von Eerde.

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