Radtourismus

Drei-Flüsse-Route im Kreis Wesel erobert Blog

Wolfgang Appelbaum und Matthias Berns (l.) machten am Weinkontor Kloster-Kraul in Wertherbruch Station.

Wolfgang Appelbaum und Matthias Berns (l.) machten am Weinkontor Kloster-Kraul in Wertherbruch Station.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Die Drei-Flüsse-Route durch den Kreis Wesel ist ein tolles Erlebnis für Radfahrer. Sagt Reisejournalist Matthias Berns. Der muss es wissen.

Haltestelle Weinkontor Kloster-Kraul in Wertherbruch: Hier hat am Mittwochnachmittag der Reisejournalist und Fotograf Matthias Berns einen Zwischenstopp auf seinem Weg entlang der Drei-Flüsse-Route eingelegt. Der gebürtige Rheinhauser arbeitet seit 2017 an seinem digitalen Online-Tourenguide Reisen NRW und hat das Ziel, über Geschichten vielfältige Touren in Nordrhein-Westfalen vorzustellen und seinen Lesern einen unvergesslichen Tag „raus aus dem Alltag“ zu ermöglichen.

Da passt die Drei-Flüsse-Route als touristisches Leuchtturm-Projekt der LEADER-Region Lippe-Issel-Niederrhein genau ins Profil. Auf 161 Kilometern verbindet sie die sieben Kommunen Hamminkeln, Hünxe, Raesfeld, Rees, Schermbeck, Voerde und Wesel und will den Radtourismus am Niederrhein entscheidend nach vorne bringen. Der Ruhrtalradweg, der einer der beliebtesten Radfernweg bundesweit ist, lässt grüßen.

Für Weinliebhaber passt Kloster Kraul gut ins Konzept

Kloster-Kraul als Zwischenstopp auf dem Weg von Raesfeld nach Rees passt dem 52-jährigen Reisejournalisten da gut ins Konzept, bezeichnet er sich selbst doch als Weinliebhaber. Und wenn Hausherr Eckhard Kloster dann auch Flammkuchen für die Gäste serviert, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Diesmal ist Matthias Berns aber nicht mit einem gewöhnlichen Tourenrad unterwegs, sondern einem E-Trike vom Fachhändler Wolfgang Appelbaum aus Hilden. Der ist Spezialist in der Vermittlung von Transport- und Sporträdern für Menschen mit Handicap und Matthias Berns betreut nebenbei einen älteren Herrn, der kaum laufen kann, aber mit der Hilfe des E-Trikes mittlerweile 20 Kilometer radfahren kann. „Eine tolle Leistung“, findet Berns. Deshalb will er mit seiner Tour auf der Drei-Flüsse-Route nicht nur zeigen, wie toll der Niederrhein mit dem Fahrrad bereist werden kann, sondern auch Menschen mit Handicap Mut machen, sich auf’s Rad oder in diesem Fall auf’s E-Trike zu setzen.

Infrastruktur muss gepflegt werden

Dass, was er gestern auf den 40 zurückgelegten Kilometern gesehen hat, lässt ihn ein wenig schwärmen, denn „die Infrastruktur für Radfahrer hier am Niederrhein ist fantastisch“, so der Tourenexperte. Eine gute Ausschilderung, das neue Knotenpunkt-System im Kreis Wesel sind für Radwanderer ein echtes Plus. Allerdings, mahnt Berns, muss diese Infrastruktur beibehalten und gepflegt werden. Denn nichts nervt Radfahrer mehr, als wenn sie an eine Kreuzung kommen, wo ein Schild fehlt und sie in die verkehrte Richtung fahren. Gut, dass es bei der Drei-Flüsse-Route auch eine entsprechende App gibt. Die hat ihm auch den Weg zu Kloster-Kraul gewiesen.

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