Chormusik

Drevenack hat einen eigenen Kinderchor

Der Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde mit seinem Leiter Werner Bußmann in Aktion. Die Kleinen sind begeistert dabei.

Der Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde mit seinem Leiter Werner Bußmann in Aktion. Die Kleinen sind begeistert dabei.

Foto: Arnulf Stoffel

Hünxe.   In der Kinderkirche hat sich gezeigt, wie gern – und gelungen – die Mädchen und Jungen singen. Werner Bußmann hat daraus einen Chor geformt.

Drevenack ist von jeher ein musikalisches Dorf. Werner Bußmann, ehemaliger Lehrer der Schule am Ring in Wesel, ist in der Kinderkirche aktiv. „Einmal habe ich die singenden Kinder auf der Gitarre begleitet“, sagt der Gründer des noch recht jungen Evangelischen Kinderchors. „Sie wollten singen und es hat enorm viel Spaß gemacht.“

Eine Idee keimte. Den Ostergottesdienst 2018 hat die Kinderkirche mitgestaltet. Für Mädchen und Jungen gab es außerdem im und rund um das Gemeindehaus Ostereiersuchen, Basteln und auch Singen, die Gottesdienstbesucher kamen im Anschluss zum Kaffee herein. „Das klingt toll“, haben sie gesagt – und Bußmann wollte mehr daraus machen, ein richtiger Kinderchor sollte es werden.

Gelungene Premiere beim Pfingstkonzert 2018

„Pfingstmontag beim Pfingstkonzert hatten wir Premiere: Acht Kinder haben mit drei Liedern dazu beigetragen.“ Das Pfingstkonzert eint alle Musizierenden Drevenacks an der Kirche, die Kleinen durften da nicht fehlen. Es war ein guter Anfang.

Aus dem zarten Pflänzchen ist inzwischen ein kräftiger Chor gewachsen, 25 der rund 30 Kinderkirchenbesucher singen mit. „Die Kleinen lernen sehr schnell und sind textsicher“, hat Bußmann festgestellt. „Alle sind mit Begeisterung dabei und die Eltern ziehen mit.“

Kinder-Liederbücher für die Kirche

Werner Bußmann und seine Frau Corry singen beide selbst im Kirchenchor. „Chorgesang baut auf, es ist emotional sehr bereichernd“, beschreibt Corry dieses besondere Gefühl. Es ist ansteckend. „Es gibt Kinder-Liederbücher für die Kirche“, sagt Corry Bußmann, „die Musik ist flott, religiös, aber es sind auch ein paar weltliche Lieder dabei“.

Die beiden Chöre – Groß und Klein – harmonieren prima miteinander. Beim Offenen Singen im Advent steuerten die Kids die „Weihnachtsbäckerei“ bei, „das war sowas von toll!“ Corry Bußmann strahlt noch heute bei der Erinnerung daran. Und ein gemeinsames Lied gab es. „Die Kerze brennt“, die Kinder haben ihren Part mit Bravour gemeistert. Werner Bußmann ist sichtlich stolz auf die singenden Kleinen. Die Kinder könnten später Vorchor für den Kirchenchor sein, die Sängerinnen und Sänger wenn sie älter sind wechseln – das ist aktive Nachwuchsarbeit für den Kirchenchor, der altersgemischt ist. Das jüngste Mitglied ist zwölf Jahre jung.

Unterstützung des Chorleiters

Die Mitglieder des Kinderchors sind zwischen fünf und elf Jahre alt, „ich hoffe, dass ich sie bei der Stange halten kann, wenn sie älter sind“. Zum Kindergottesdienst ist der Nachwuchs eingeladen, bis mit etwa 13 Jahren der Konfirmationsunterricht beginnt.

Das ganze Projekt ist von der Freude am Gesang getragen. Marco Rohde, Organist und Leiter des Evangelischen Kirchenchores, zeigt sich aufgeschlossen und unterstützt Bußmann mit Rat und Tat. Der hat im Ruhestand selbst eine Chorleiterausbildung absolviert, die ihm nun zu Gute kommt.

Die nächsten Termine mit dem Kinderchor

Ostern naht und damit der nächste Auftritt – drei Lieder wird der Kinderchor zum Ostergottesdienst beitragen. Auch beim Pfingstkonzert am 10. Juni sind Werner Bußmanns Schützlinge wieder dabei. „Wir singen drei Lieder, eines davon zusammen mit dem Kirchenchor“, verrät Corry Bußmann. Es wird etwas besonderes, „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay. Am 5. Mai gestalten die Mädchen und Jungen den Tauferinnerungsgottesdienst mit. Die Kinder, aber auch Werner und Corry Bußmann, stecken voller Energie.

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