Freund und Helfer

Viele in Wesel kennen ihren „Polizisten zum Anfassen“

Von links: Wilhelm Klump, Leiter der Polizeiwache Wesel, Rüdiger Kunst, Abteilungsleiter Polizei Kreis Wesel, Oliver Manger sowie Bürgermeisterin Ulrike Westkamp.

Von links: Wilhelm Klump, Leiter der Polizeiwache Wesel, Rüdiger Kunst, Abteilungsleiter Polizei Kreis Wesel, Oliver Manger sowie Bürgermeisterin Ulrike Westkamp.

Foto: Gerd Hermann

Wesel.   Der 51-jährige Oliver Manger ist Ansprechpartner für die Fusternberger und Schepersfelder. Seit September 2017 ist der Weselaner dort aktiv.

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Wahrscheinlich kennt ihn der eine oder andere Fusternberger oder Schepersfelder schon: Oliver Manger, 51 Jahre alt, Bezirksdienstbeamter für diesen Bereich. Seit September ist der Weselaner dort aktiv und immer wieder zu Fuß, auf dem Fahrrad oder auch mal mit dem Auto vor Ort. Er ist der Kontaktmann zu den Menschen, die dort leben, zu den Vereinen, Organisationen, aber auch der Stadt Wesel.

Polizist zum Anfassen, wird der Bezirksdienstbeamte landläufig genannt, eine schöne Aufgabe, findet Oliver Manger, der sich nach diversen Stationen bei der Polizei für diese Stelle beworben hat.

Mit 23 Jahren kam er zur Polizeiausbildung nach Bochum, war in einer Hundertschaft unterwegs, ab 1992 auch im Osten Deutschlands, bevor es zurück an den Niederrhein, nach Moers, ging. Dort ist die größte Wache im Kreis, die jeder mal erlebt haben muss. Weiter ging es nach Hamminkeln, zuletzt ein Jahrzehnt als Kradfahrer in Uniform auf die Straßen – zeitweise mit einem Pferdeschwanz, ein Markenzeichen, an das sich heute noch viele erinnern.

Haftbefehle zu vollstrecken gehört zu seinen Aufgaben

Der neue Bezirksdienstbeamte, der verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat, wollte nicht weiter im Wach- und Wechseldienst tätig sein, „obwohl ich noch gerne jedem hinterherrenne“, wie er verschmitzt sagt.

Seine Aufgaben sind vielfältig. Haftbefehle vollstrecken gehört dazu. „Viele Menschen können mit der Staatsanwaltschaft nichts anfangen, haben Schicksalsschläge, wie eine Trennung hinter sich“, sagt Manger.

In solchen Fällen versucht er, vermittelnd zu wirken. Wenn ihm mitgeteilt wird, die ausstehende Summe wird morgen bezahlt, dann drücke er auch ein Auge zu. Denn dann werde in der Regel morgen bezahlt. Auch nach Straftaten, etwa Einbrüchen, ist Oliver Manger Ansprechpartner -- und bei Bedarf natürlich auch telefonisch bei der Polizei in Wesel zu erreichen.

Dann geht es beispielsweise um Prävention, die auch in der Kreisstadt angeboten wird. Zu den Schulen und Kindergärten wird ebenfalls Kontakt gehalten.

Denn auch hier gibt es manchmal Probleme, Stichwort Mobbing. Und da ist natürlich die Niederrheinhalle als großer Veranstaltungsort, wo auch immer wieder Gespräche geführt werden müssen, etwa vor der Veranstaltung zu Altweiber oder der geplanten Abivorfeier, die im nächsten Monat hier über die Bühne gehen soll.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp freut sich, dass „unsere Polizei im Stadtbild präsent ist“.

Und Oliver Manger ist wohl ein kleines bisschen stolz auf seine Tochter (20), die auch den Polizistenberuf ergreift, obwohl er sich hier nicht eingemischt hat.

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