Kulinarisches

Genussregion Niederrhein bringt Panhas zum Schloss Bellevue

Heimische Produkte und ihre Erzeuger: Der Verein Genussregion Niederrhein will für die regionalen Spezialitäten werben. Und das sogar beim Fest des Bundespräsidenten in Berlin.

Heimische Produkte und ihre Erzeuger: Der Verein Genussregion Niederrhein will für die regionalen Spezialitäten werben. Und das sogar beim Fest des Bundespräsidenten in Berlin.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Der Niederrhein kocht lecker. Der Verein Genussregion Niederrhein sorgt dafür, dass sich das rumspricht. Und zwar bis zum Bundespräsidenten

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Wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 30. und 31. August zum Bürgerfest in den Park von Schloss Bellevue lädt, dann gibt es Panhas-Häppchen und Büffelburger vom Niederrhein, heimische Biere, Säfte und Apfelsekt – der Verein Genussregion Niederrhein will Typisches aus der Region nach Berlin bringen.

Aus traditionellen Produkten neue Spezialitäten der Region erschaffen

Traditionelle Produkte, handwerklich hergestellt, kommen dann modern präsentiert daher. Ziel der Genussregion, einem Zusammenschluss heimischer Produzenten, sei es, neue Spezialitäten für die Region zu erschaffen, erläuterte Monika Stallknecht von der Entwicklungsagentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel. Auf der Basis niederrheinischer Traditionen.

So produzieren die Niederrheiner für den ersten Tag am Schloss Bellevue stolze 1200 Portionen Panhas, hergestellt von Metzger Axel Tepaß aus Rheinberg, mit Sprossen von Blattgold aus Wesel und Kraut von Koppers aus Goch. Tepaß erläuterte bei der Vorstellung auch, warum Panhas eine so lange Tradition hat. „Würste in Naturdärmen dürfen nicht über 80 Grad erhitzt werden“, so Tepaß, „schon bei 82 Grad platzen sie“. Das sei immer wieder beim Schlachten vorgekommen.

Panhas – ursprünglich ein Produkt aus geplatzten Würsten

Das Fleisch wurde dann gewürzt, in der Brühe gekocht, mit Buchweizenmehl angereichert und reduziert. Es ist haltbar geworden. Und lecker, viele Niederrheiner schätzen ihren Panhas sehr. Vielleicht kommen auch die geladenen Gäste des Bundespräsidenten am 30. August auf den Geschmack – Steinmeier empfängt traditionell Ehrenamtliche aus dem ganzen Land.

Am zweiten Tag serviert die Genussregion Büffelburger am „NRW-Spieß“: mit Fleisch und Büffelmozarella vom Büffelhof Krageman aus Bocholt-Barlo, Brötchen – neudeutsch „Buns“ – von Winkelmann aus Hamminkeln, Kräutern von Schenkendorf aus Alpen und Kraut von Koppers aus Goch, kreiert und produziert von Ullrich Langhoff (Restaurant Lippeschlösschen). Getränke liefern Clostermann, die Feldschlösschen Brauerei, Walterbräu und van Nahmen: Allesamt heimische Traditionsunternehmen.

Je 1200 Portionen für die Gäste am Schloss Bellevue

Angesprochen wurden die Aktiven auf der Grünen Woche, berichtet Ullrich Langhoff, Vorsitzender der Genussregion Niederrhein. „Unser Angebot gefiel, man fragte uns, ob wir uns vorstellen könnten, beim Sommerfest dabei zu sein.“ Das Angebot reizte und nachdem abgesprochen war, was gefordert ist, schlugen die Niederrheiner ein.

Spannend wird jetzt, wie die regionalen Spezialitäten beim Publikum in Berlin ankommen – und je 1200 Portionen davon zu zaubern, ist eine Herausforderung. Am 30. August werden 5000 Menschen erwartet, am 31. , dem Tag es offenen Schlosses, rund 15.000. Satt muss die Genussregion sie nicht bekommen, es gibt weitere Angebote.

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