Streit um Straßennamen

Hamminkeln zieht Namensvorschlag erst einmal zurück

Der Acker zwischen Pollmannsweg und Pfarrer-Seither-Weg wird zum Neubaugebiet. Um den Straßennamen gibt es Diskussionen.

Der Acker zwischen Pollmannsweg und Pfarrer-Seither-Weg wird zum Neubaugebiet. Um den Straßennamen gibt es Diskussionen.

Foto: Markus Joosten

Hamminkeln.   Bürger für Brünen hat für das Neubaugebiet am Pollmannsweg „Schildtshoff“ vorgeschlagen. Die künftigen Bewohner wollen das „Paradies“.

An Straßennamen in Hamminkelns Neubaugebieten kann sich schon mal ein Streit entzünden. So auch beim geplanten Neubaugebiet am Pollmannsweg in Brünen. Der Feststellungsbeschluss für die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans gingen im Planungsausschuss ohne weitere Wortmeldungen glatt über die Bühne.

Aber bei der Namensgebung für die neue Erschließungsstraße gibt es noch Gesprächsbedarf, weshalb die Verwaltung die entsprechende Vorlage wieder von der Tagesordnung nahm. Und das unter großer Zustimmung der Kommunalpolitik. Zu deutlich stand den Ausschussmitgliedern noch das Hickhack um die Namensgebung für das Neubaugebiet am alten Brüner Sportplatz vor Augen.

Schildtshoff stand schon im Urkataster von 1735

Eigentlich, so ist es in Hamminkeln Tradition, schlägt der Bürger- oder Heimatverein der jeweiligen Ortschaft einen Namen vor. Das war in diesem Fall durch Bürger für Brünen geschehen, deren Projektgruppe „Wohnen für Jung und Alt“ sich beim Entstehen des Neubaugebiets massiv engagiert hatte. Ihr Vorschlag lautete, die neue Straße „Schildtshoff“ zu nennen -- so wie die Fläche im preußischen Urkataster von 1735 bereits hieß.

Das wiederum rief eine Gruppe künftiger Anwohner auf den Plan. Denen war zwar tunlichst daran gelegen, Bürger für Brünen wegen des Namensvorschlags nicht auf die Füße zu treten, aber die Eigentumsverhältnisse hätten sich seit 1735 immer wieder geändert und auch in orthografischer Sicht sei der Name doch gerade für Ortsunkundige nicht praktikabel. Ihr Gegenvorschlag „Paradies“ oder „Im Paradies“. Schließlich sei das Gebiet in Brünen schon seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar seit Jahrhunderten unter diesem Namen bekannt.

Jetzt setzen sich alle Beteiligten an einen Tisch

Und nun? Jetzt werden sich Verwaltung, Bürger für Brünen, Bürgerverein und künftige Anwohner noch einmal gemeinsam an den Tisch setzen und sich hoffentlich auf einen Namen einigen. Damit dann im nächsten Ausschuss alles glatt über die Bühne geht.

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