Tierschutz

Welpen suchen Zuhause - Hünxerin hat fünf Hunde vermittelt

Die Kleinen können ordentlich was verputzen - etliche suchen noch ein neues Zuhause.

Die Kleinen können ordentlich was verputzen - etliche suchen noch ein neues Zuhause.

Foto: Karin Semelink / NRZ

Hünxe/Mexilhoeira Grande.  19 Welpen hat Karin Semelink zu vergeben, die der Liebe wegen nach Portugal auswanderte. Viele Menschen meldeten sich - fünf Tiere vermittelt.

Es ging lebhaft zu in den vergangenen Tagen auf der Quinta Eanna, der Tierschutzfarm, die die ehemalige Drevenackerin Karin Semelink mit ihrem Mann Peter J. Lang betreibt: Wie berichtet, haben drei trächtige Hündinnen dort 19 Welpen zur Welt gebracht, die den Alltag komplett durcheinander wirbelten und die es nun zu vermitteln gilt.

Und nach dem Artikel in der NRZ haben sich zahlreiche Menschen in die tapsigen Tierkinder verliebt und sich gemeldet. Für fünf der Kleinen hat sich ein neues, gutes Zuhause gefunden, wo sie ein glücklicheres Leben haben als zuvor ihre Mütter.

Schriftliche Genehmigung des Vermieters nötig

Semelink und Lang agieren dabei als verantwortungsvolle Tierschützer, was mitunter mühsam ist und nicht immer auf Verständnis stößt: Ihnen geht es nicht darum, die Welpen möglichst schnell los zu werden, sondern eine gute Lösung für ein ganzes Hundeleben zu finden.

Beispielsweise verlangen sie bei Mietwohnungen eine schriftliche Genehmigung des Vermieters – zu häufig landen sonst in guter Absicht adoptierte Hunde im Tierheim. „Die meisten Interessenten möchten einen Welpen von July“, sagt Peter L. Lang. „Auf einer Etagenwohnung ist das aber nicht zu machen: Sie würden die Bude auseinander nehmen.“

Julys Kinder sind sehr groß, „die Menschen würden mit ihnen dort nicht glücklich. Sie sind jung und die Freiheit gewohnt.“ Trotzdem sind schon vier ihrer Kinder zu passenden Haltern gekommen, die sich darüber auch im Klaren sind.

Impfung und Tierarzt kosten Geld

Andere Kontakte sind gescheitert, zum Teil haben die Interessenten sich umentschieden. Aber auch die Schutzgebühr von

300 Euro ist ein Diskussionspunkt, sagt Lang. „In Osteuropa sind die Tiere offenbar für weniger Geld zu haben.“

Geld ist im Auslandstierschutz ein Thema. Junge Hunde, die die Quinta Eanna verlassen, sind geimpft und vom Tierarzt gecheckt. Semelink und Lang hatten sich bereiterklärt, Pflegestelle für die trächtigen Hündinnen zu sein, die von einer Deutschen aus einem anderen Landesteil gerettet wurden.

„Sie konnte nicht verstehen, warum wir so hohe Kosten haben. Impfen? Das sei nicht nötig, die Welpen seien über die Muttermilch geschützt...“, berichtet Lang. Am Ende übernahmen er und seine Frau die ganze Rasselbande um die Dinge verantwortlich zu regeln – zumal sich die andere Seite tot gestellt habe.

Betsys Kinder sind fast alle noch zu haben

Von Betsys Wurf ist erst ein Welpe vermittelt – dabei haben die Kleinen eine vergleichbar handliche Größe und werden am Ende rund elf Kilo wiegen. Acht der Geschwister sind noch zu haben. Arya schließlich hat vier Babys, kaum größer als Dackel werden sie und eines ist bereits vergeben.

Semelink und Lang sind bereit, die Tiere nach Deutschland zu bringen -eine Riesenbelastung, denn zuhause sind ja etliche andere Tiere zu versorgen. Im Prinzip hatten sie auch keine Welpen mehr vermitteln wollen und sich um Seniorenhunde kümmern, die ihre Hilfe benötigen. Manchmal kommt es eben doch anders.

Wer sich also für die Tierkinder aus Portugal interessiert – und in sich gegangen ist, ob er sie tatsächlich halten kann – melde sich per Mail bei: karin.semelink@spikinet.com. Die Hunde und ihre Mütter sind auch auf Facebook vertreten.

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