Kriminalität

Notorischer Dieb aus Wesel muss für 18 Monate in Gefängnis

Am Amtsgericht Wesel fand am Donnerstag die Verhandlung statt.

Am Amtsgericht Wesel fand am Donnerstag die Verhandlung statt.

Foto: Markus Weissenfels / FFS

Wesel.  Ein 42-jähriger Weseler drang mehrfach mit einem Ersatzschlüssel in eine Wohnung ein und verkaufte die Beute. Geldstrafe für seine Komplizin.

Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilte das Schöffengericht am Donnerstag einen 42-jährigen Weseler, der sich im vergangenen Sommer mehrerer gewerbsmäßiger Diebstähle schuldig gemacht hatte.

Seine 47-jährige Komplizin kam mit einer Geldstrafe von 2700 Euro davon – ihr konnte nur ein einfacher Diebstahl nachgewiesen werden.

Angeklagt war zudem noch eine fahrlässige Brandstiftung, denn in der Wohnung des Opfers in Wesel brauch am 25. Juni 2018 ein Feuer aus. Dieser Anklagepunkt wurde aber mit Blick auf die verbliebenen eingestellt, da hier die Beweislage sehr dünn war, wie selbst die Staatsanwältin erkannte.

Weitgehend gab sich der Täter geständig, schilderte vor Gericht jedoch eine andere Tatbegehung als in der Vernehmung bei der Polizei vor einem Jahr. Nun behauptete der Hilfsarbeiter einer Wohlfahrtsorganisation, bei Vorbesprechungen für eine Entrümpelung habe die Eigentümerin ihm ein Schränkchen geschenkt, in dem er zufällig den Haustür-Ersatzschlüssel gefunden habe.

Späte Einsicht: „Eine saudumme Idee.“

„Ich war neugierig und es war eine saudumme Idee, dann in die Wohnung zu gehen und da was rauszuholen“, gestand der 42-Jährige.

„Sie haben das Vertrauensverhältnis ihres Arbeitgebers schändlich missbraucht“, wertete dies der Richter. Unter anderem stahl er eine Vitrine mit 30 Fingerhüten, eine Holzmadonna, Besteck und Serviettenringe.

Der 47-Jährigen berichtete er seinerzeit von 15 Babypuppen samt Zubehör und einem kleinen Hund, die dort in der Wohnung lägen. Daraufhin kam die Weselerin bei einer der Diebestouren mit und nahm das Spielzeug an sich, das sie angeblich selbst sammelt.

Der Haupttäter versuchte Teile der Beute übers Internet zu verkaufen – deshalb wurde er in zwei Fällen wegen gewerbsmäßigen Diebstahls verurteilt.

Die 15 Vorstrafen wirkten sich strafverschärfend aus – unter anderem war der Weseler schon wegen zahlreicher Diebstähle verurteilt worden – zudem stand er zum Tatzeitpunkt unter gleich doppelter Bewährung.

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