Kinderbetreuung

Politik in Wesel gibt grünes Licht für Kita-Ausbau

In Wesel wird das Kita-Angebot ausgebaut.

In Wesel wird das Kita-Angebot ausgebaut.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Wesel.  Besonders in der Innenstadt fehlen in Wesel Betreuungsplätze. An der Alte Delogstraße wird eine weitere Kita gebaut.

Der Neubau der Kita Hessenweg wird wohl zum Sommer fertig – doch damit ist der künftige Bedarf an Betreuungsplätzen nicht gedeckt. Um auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, stimmte der Jugendhilfeausschuss am Mittwoch den weiteren Ausbauplänen der Verwaltung zu. Dazu gehört ein Kindergartenneubau an der Alten Delogstraße, der im Sommer 2020/21 in Betrieb gehen soll.

Außerdem soll die neue Tagesstätte am Quadenweg zum Sommer um eine Gruppe erweitert werden und die Kita Villa Kunterbunt an der Isselstraße abgerissen und durch einen drei- bis viergruppigen Neubau ersetzt werden. Der Neubau wird voraussichtlich 2022/23 erfolgen können. Trotz der Ausbaumaßnahmen sucht die Stadt für die Betreuung der unter Dreijährigen noch nach weiteren Tagesmüttern, berichtete Fachbereichsleiterin Ila Brix-Leusmann im Ausschuss. Man rechnet damit, dass im Jahr 2021/22 noch 95 Kleinkinder bei Tageseltern betreut werden müssen.

Grundstück in der Innenstadt kann schnell bebaut werden

Eine Unterversorgung mit Kita-Plätzen besteht besonders im Bereich der nördlichen Innenstadt. Die Verwaltung habe nach einem Grundstück gesucht, das schnell bebaut werden kann und ist dabei auf das städtische Areal an der Alten Delogstraße gestoßen.

Nicht ganz ideal sei der etwas außerhalb gelegene Bauplatz, räumte auch die Verwaltung ein, da die meisten Familien auf der anderen Seite der Reeser Landstraße wohnen – das wurde auch im Ausschuss bemängelt. Die Verkehrssituation an der Alten Delogstraße müsse beim Kitabau verbessert verbessert werden, forderte Norbert Meesters.

Diskussion um Kita-Standort

Ila Brix-Leusmann und Dezernent Rainer Benien stellten erneut dar, dass es kein alternatives Grundstück gebe, das sofort baureif ist – und die Kita-Plätze möglichst bald benötigt werden. Auch die früher angedachte Variante an der Martini-Schule ließ sich nicht verwirklichen. Beide zeigten sich davon überzeugt, dass der Kindergarten von Familien der Innenstadt gut angenommen wird – auch von denjenigen, die mit ihren Kindern zu Fuß kommen. (rme)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben