Umweltschutz

Saubermachen am Weseler Rheinufer - Rhine-clean-up-Day

Sandra Kämmerer, ASG Sachbearbeiterin Stadtreinigung und Nils Taubach ASG Meister Stadtreinigung werben für die Teilnahme am Rhine-clean-up-Tag am 14. September.

Sandra Kämmerer, ASG Sachbearbeiterin Stadtreinigung und Nils Taubach ASG Meister Stadtreinigung werben für die Teilnahme am Rhine-clean-up-Tag am 14. September.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Wesel.  Auch Wesel macht beim Rhine-clean-up-Day mit. Am 14. September sind engagierte Umweltschützer aufgefordert, am Rheinufer den Müll einzusammeln.

Bald strömen sie wieder aus, die fleißigen Müllsammler, die an beiden Ufern der Rheins säckeweise Abfall auflesen. Am Samstag, 14. September, steht der zweite Rhein(ufer)-Reinemach-Tag an – auch Rhine-clean-up-day genannt. Von 10 bis 13 Uhr wird dann von engagierten Naturschützern alles entfernt, was sich am Fluss so angesammelt hat und dort nicht hingehört. Bei dieser bislang größten Müllsammelaktion in Mitteleuropa waren im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche aktiv – und zwar in 59 Städten und Gemeinden in fünf Ländern – von der Quelle in Graubünden (Schweiz) bis zur Mündung bei Rotterdam (Niederlande).

Mitgemacht haben viele Umweltorganisationen, Sportvereine, Parteien, private Organisationen, Schulen, Unternehmen und zahlreiche Einzelpersonen. Auch in Wesel: „In Ginderich, Büderich, Bislich und an der Landzunge Wesel wurde Müll in 112 blauen Säcken gesammelt. Auf der Grav-Insel kamen außerdem sechs Kubikmeter Müll zusammen, dazu noch Matratzen, Metallschrott und Autoreifen“, berichtet Sandra Kämmerer, von der Stadtreinigung (ASG).

Es haben sich schon wieder einige Freiwillige gemeldet

Mehr als 130 Helfer packten 2018 bei der Premiere in Wesel mit an. „Und auch für dieses Jahr haben sich erfreulicherweise schon wieder Dutzende Freiwillige angemeldet“, gibt Kämmerer bekannt, die bei den Vorbereitungen von Nils Taubach Meister (Stadtreinigung) und ASG-Abfallberaterin Andrea Krebber unterstützt wird.

Wieder dabei sind auf jeden Fall die Yachtabteilung, Ruderabteilung und Surfabteilung des RTGW, der Segelsportclub Babcock, der Yachtclub Wesel, Weseler Kanuclub, WSCG Wesel und das THW Bochum. Der ASG Wesel wird sich wieder um die Entsorgung der gesammelten Abfälle kümmern, die Sammelpunkte werden aber erst kurzfristig bekannt gegeben, da sonst bereits zuvor dort illegal Müll abgestellt wird, befürchtet der ASG.

Handschuhe, Greifzangen und Müllsäcke werden gestellt

„Es werden Handschuhe, Greifzangen und Müllsäcke gestellt und können vorab nach Anmeldung und Rücksprache beim ASG abgeholt werden“, ergänzt Sandra Kämmerer. Am 14. September wollen die Initiatoren dafür sorgen, dass mehr als 100 Tonnen Müll weniger über den Rhein in die Nordsee fließen. Das Rhine-clean-up-Team ist sich darüber im Klaren, dass eine Aktion, die nur einmal im Jahr stattfindet, das Vermüllungsproblem von Fluss und Meer nicht löst.

Aber der Rhine-clean-up-Tag könne eine Bewusstseinsänderung einleiten. „Wer einmal von dieser Aktion gehört oder vielleicht sogar mitgemacht hat, der wird beim nächsten Grillfest am Rhein sicher darauf achten, dass alles, was mitgebracht worden ist, auch wieder eingepackt und mitgenommen wird“, so die Organisatoren.

Mancher macht auch privat weiter

Erste Erkenntnisse, welche Motivation von dem R(h)einemach-Tag ausgeht, liegen bereits vor: Mittlerweile gibt es vielen Städten entlang des Rheins Initiativen, die nicht nur am Rhine-clean-up-Tag mit Greifern und Müllsäcken unterwegs sind, sondern jeden Spaziergang dazu nutzen, am Rhein ein wenig aufzuräumen.

Vereine, Abteilungen, Gruppen, und jeder Interessierte der mit anpacken möchte, können sich ab sofort zum Rhine-clean-up-day anmelden: per E-Mail unter info@asgwesel.de , Telefonisch : 0281/16393-3304 bei Andrea Krebber oder unter 0281/16 39 30 ASG-Infotheke. Das Arbeitsmaterial wird gestellt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben