Nachruf

Schermbeck trauert um Altbürgermeister Grüter

Schermbecks ehemaliger Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter ist nach schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren gestorben.

Schermbecks ehemaliger Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter ist nach schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren gestorben.

Foto: Markus Weißenfels / FFs

Schermbeck.  Zehn Jahre lang war Ernst-Christoph Grüter (CDU) Schermbecks Bürgermeister. In der Nacht zum 17. August starb er mit nur 61 Jahren.

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In der Nacht zu Samstag ist der ehemalige Bürgermeister Ernst- Christoph Grüter verstorben. Zehn Jahre war er der erste Bürger Schermbecks bevor er im Jahr 2014 das Amt an Mike Rexforth übergab. Im Jahr 2004 übernahm der im Jahr 1958 geborene Elektroingenieur Ernst-Christoph Grüter das Amt des Bürgermeisters und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters Ernst.

Ein Bürgermeister mit Humor

Die Schermbecker erlebten ihren Ernst-Christoph Grüter immer authentisch und mit einem gewissen Sinn für Humor. Er war einer, der sich selbst nicht so wichtig nahm. Auch in schwierigen Situationen wirkte er wie ein Fels in der Brandung, meist mit einem Lächeln im Gesicht. In seiner Zeit als Bürgermeister brachte er die Leader- und Regionale-Projekte voran, genau wie verschiedene Bau- und Gewerbegebiete. Die Verwaltung wurde verschlankt, das Bürgerbüro entstand.

Er sorgte für die Verwirklichung des Dorfgemeinschaftshauses sowie eine neue Feuerwache in Schermbeck. Ein Spielplatzkonzept, Klimakonzepte und das Thema Windenergie hat er angeschoben. Schermbecker zu sein, hieß für Ernst- Christoph Grüter auch, Kilianer zu sein und das aus vollem Herzen. Von 1988 bis zum 2005 leitete er die Geschicke der Gilde Altschermbeck im Vorstand mit, sieben Jahre lang - bis zum Jahr 2005 - auch als Präsident. Außerdem war er Mitbegründer der Fähnchenschützen, die ihn dann liebevoll Kaiser Ernesto nannten.

Engagiert, couragiert und herzensgut

Während seines Ruhestandes hat er auch die humorige Gruppe „Legendenclub“ der Altschermbecker Kilianer ins Leben gerufen.

Als er sich im Jahr 2014 aus dem Chefsessel der Gemeinde mit den Worten „Ich bin dann mal weg“ verabschiedete, hatte er endlich Zeit, um sich als Hobbygärtner zu betätigen. Pilze zu züchten gehörte ebenfalls dazu. Eine schwere Krankheit, die er am Ende nicht bezwingen konnte, zwang ihn schließlich zur Änderung seiner Lebenspläne.

Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth würdigt Grüter als „einen engagierten, couragierten, herzensguten Streiter für die Interessen der Einwohner aller Ortsteile“. Rexforth erinnert daran, dass Grüter nach seiner Wahl zum Bürgermeister 2004 mit einem der besten Wahlergebnisse in NRW 2009 wiedergewählt wurde. „Ernst-Christoph Grüter war der Inbegriff eines Bürgermeisters, an den sich die Bürger mit all ihren Sorgen wenden konnten. Sein Wirken war geprägt vom unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Gemeinde“, sagt Rexforth über seinen Vorgänger.

Das Ehrenamt gestärkt

Rexforth nennt die Stärkung des Ehrenamtes, den Bau des Dorfgemeinschaftshauses, das vielen Vereinen und Menschen eine neue Heimat sei. „Im Bewusstsein um die Wichtigkeit des Ehrenamtes war ihm gerade auch die Stärkung der Freiwilligen Feuerwehr ein Herzensanliegen.“ Durch seinen großen persönlichen Einsatz habe Grüter sehr viel dazu beigetragen, dass „unser Ort so ist, wie er sich heute präsentiert: liebenswürdig und zukunftsfähig“.

Durch sein diplomatisches Geschick und das Anliegen, zwischen den Menschen auszugleichen, habe Grüter viel bewegt, so Rexforth. „Dabei blieb er stets bodenständig und nahbar, heimatverbunden und humorvoll.“

Viele Jahre habe Ernst-Christoph Grüter seine persönlichen Interessen zugunsten der Allgemeinheit zurückgestellt, als Dank und Anerkennung wurde er mit dem Siegelring der Gemeinde Schermbeck ausgezeichnet. „Ernst-Christoph, mir wirst Du als guter Freund und Gesprächspartner sehr, sehr fehlen“, sagt Rexforth.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, 22. August, um 14.30 Uhr statt. Die Trauerfeierlichkeiten beginnen mit einem Gottesdienst in der St. Ludgerus-Kirche.

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