Nahverkehr

SPD: Linie 86 soll Schlenker nach Wesel-Diersfordt machen

SPD, Heimatverein und Diersfordter Bürger machen sich für eine bessere Busanbindung von Diersfordt an Wesel stark. Die Sozialdemokraten wollen sich nun beim Kreis dafür einsetzen. Foto:Erwin Pottgießer

SPD, Heimatverein und Diersfordter Bürger machen sich für eine bessere Busanbindung von Diersfordt an Wesel stark. Die Sozialdemokraten wollen sich nun beim Kreis dafür einsetzen. Foto:Erwin Pottgießer

Wesel.   So könnten die Diersfordter ohne umzusteigen und ohne Wartezeiten in die Weseler Innenstadt gelangen. Das wäre nicht nur für Senioren ideal.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wer momentan von Diersfordt in die Stadt fahren und sich dazu nicht aufs Fahrrad oder ins Auto setzen möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder es wird eine halbe Stunde vor dem an der Bushaltestelle Mühlenfeldstraße/Am Jäger angeschlagenen Fahrtermin der Taxibus angerufen oder man bestellt sich gleich ein Taxi. Das ist allerdings teuer, wie die mit 96 Jahren älteste Diersfordterin Gerda Buschmann aus Erfahrung weiß. 22 Euro hin und 23 Euro zurück zahlt sie, weil sie an einer anderen Stelle wieder einsteigt als sie ausgestiegen ist. Der Taxibus ist für sie, wie für viele andere auch, dennoch keine Alternative. Denn er fährt die Diersfordter erstmal nur bis zum Flürener Weg, wo eine halbe Stunde Wartezeit überbrückt werden muss, bevor es weiter in die City geht.

Vier Minuten mehr Fahrzeit

Patrick te Paß, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Bislich-Flüren, möchte den Zustand nicht länger hinnehmen und hält die Lösung bereit: Die Linie 86, die Bislich über Flüren und die Feldmark mit der Innenstadt verbindet, müsste nur den Schlenker bis nach Diersfordt machen und wieder zurück statt den direkten Weg nach Flüren zu nehmen. Vier Minuten, so haben es die Sozialdemokraten ausgerechnet, würde dies in Anspruch nehmen. Eine Zeit, die sie für vertretbar halten. Während CDU-Kreistagsfraktionschef Frank Berger von Extrawünschen der Weseler gesprochen habe, sei es die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik in ihrer Zeit als Kandidatin gewesen, die sich für den ländlichen Raum stark machte. In dieser Sache könne sie die Weseler nun unterstützen.

Beim Heimatverein um Anneliese Tyrolf ist man von der Idee, den Bus ein Stück umzuleiten, sehr angetan. Schließlich leben in Diersfordt viele ältere Menschen, die es beispielsweise mit dem Auto noch bis zum Einkauf beim Raiffeisenmarkt in Bislich gewagt haben. Jetzt, wo er schließt, wird’s schwierig. Bis Flüren, wo die Parkplatzsituation eine ganz andere sei, oder gar in die Innenstadt trauten sich die meisten nicht mehr. Zudem könnten sie am Flürener Friedhof einen Zwischenstopp einlegen sowie Angebote der Kirchengemeinden in Flüren nutzen und die dortigen Arztpraxen besuchen. Aber auch die wenigen Kinder und Jugendlichen von den rund 300 Diersfordtern würden von einer derartigen Veränderung profitieren. Denn die Linie 86 fährt deutlich öfter als der von den Diersfordtern nicht akzeptierte und so gut wie kaum genutzte Taxibus. Viele von ihnen haben gar von dieser Möglichkeit bislang überhaupt nichts gewusst, heißt es.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik