Historisches

SPD schlägt Gedenktag an Kriegszerstörung in Wesel vor

So sah der Weseler Willibrordi-Dom nach der Zerstörung am Ende Februar 1945 aus.

So sah der Weseler Willibrordi-Dom nach der Zerstörung am Ende Februar 1945 aus.

Wesel.   Ludger Hovest möchte zu der Feierstunde im Februar 2020 dann auch die vier mit Wesel freundschaftlich verbundenen Städte einladen

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Vom 16. bis zum 19. Februar 1945 wurde Wesel in der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche gelegt. Wenn sich diese schicksalhaften Tage der Hansestadt im kommenden Jahr zum 75. Mal jähren, soll nach den Vorstellungen der Weseler SPD mit einem Gedenktag dann im Februar 2020 daran feierlich erinnert werden.

„Gerade im Europawahlkampf heißt es innehalten und uns besinnen, welche Alternativen ein friedliches und geeintes Europa uns heute bietet. Dieser Tag soll auch ein deutliches Zeichen gegen alle die sein, die Gewalt verherrlichen und Unfrieden sähen.

Nationaler Alleingang ist kein Zukunftsmodell für Deutschland“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Ludger Hovest, und ergänzt: „Europa hat uns jahrzehntelangen Frieden gebracht, dies müssen wir bewahren und dafür eintreten.“

Die SPD Wesel möchte deshalb, dass dieser Gedenktag unter dem Titel „Nie wieder Krieg – 75 Jahre Zerstörung Wesel“ ein mächtiges Zeichen für den Frieden und die Völkerverständigung wird. „Wir erwarten, dass unsere Partnerstädte und Freundschaftsstädte zu diesem Gedenktag eingeladen werden. An diesem Gedenktag möchten wir auch mit unseren damaligen Gegnern ein deutliches Zeichen für den Frieden und die Völkerverständigung setzen und dies auch in die nächsten Generationen weitergeben.“

Mit vier Städten freundschaftlich verbunden

Hagerstown (USA), Felixstowe (Großbritannien), Salzwedel (Sachsen-Anhalt) und Ketrzyn (Polen), das sind die vier Städte, mit denen Wesel zum Teil schon seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden ist.

„Wir müssen vor allem den Nationalisten zeigen, dass man mit Frieden und Demokratie nicht leichtfertig umgehen darf“, so der Weseler Sozialdemokrat, der beantragt, dass die Stadt Wesel für diesen Gedenktag die nötigen Haushaltsmittel bereitstellt.

Hovest: „Wir sollten uns immer wieder vergewissern, welches Glück wir haben, seit fast 75 Jahren in Frieden und Wohlstand zu leben. Das war in den Jahrzehnten davor leider anders und ist auch heute keine Selbstverständlichkeit.“

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