Wirtschaft

Trend geht zum pflegeleichten Garten, sagt Wesser in Wesel

Michael und Emil Wesser mit Wiebke Lahrmann (von links) und Hund Lotti im Garten am Firmensitz. Hier wird am 9. September auch gefeiert. Foto:Erwin

Michael und Emil Wesser mit Wiebke Lahrmann (von links) und Hund Lotti im Garten am Firmensitz. Hier wird am 9. September auch gefeiert. Foto:Erwin

Foto: Pottgießer

Wesel.   Emma Wesser ist quasi die Betriebsgründerin. Sie zog einst mit Pony und Wagen zum Weseler Wochenmarkt und verkaufte Gemüse und Blumen.

Eines sind die Wessers schon seit jeher: dem Gärtnern durch und durch verbunden und das nun schon seit 60 Jahren. Alles begann mit Emma Wesser. Die Urgroßmutter von Rainer (55) und Michael Wesser (45) wurde im Stammhaus, Am Blaufuß 70, geboren und fing mit dem an, was ihre Urenkel im weitesten Sinne heute noch machen.

Bauerngarten

Emmas Herz schlug für ihren Bauerngarten, in einer Zeit, als ein Stück Grund eine ganze Familie mit Obst und Gemüse versorgte. Sie aber erntete auch für die Weseler und fuhr mit einem kleinen Wagen, vor das sie ein Pony spannte, zum Wochenmarkt. Da gab es dann auch bunte Blumensträuße mit allem, was der Garten nahe der Bahnlinie hervorbrachte. Vom Phlox über den Rittersporn bis zur Margerite.

Heute dreht sich bei den Wessers alles um gepflegte Ziergärten. Und das haben die beiden Söhne sowie Prokuristin Wiebke Lahrmann (48), Michael Wessers Lebensgefährtin, Vater Emil (85) zu verdanken. Der saß 1957 als Gärtnergehilfe mit seinem Kollegen Heinrich Niemeyer zusammen und träumte von der Selbstständigkeit, in die es dann mit dem Namen „Wesser & Niemeyer“ auch ging.

Linden von 1870

Das, was heute unter den mächtigen Linden aus dem Jahr 1870 zu sehen ist, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit. Hier können Kunden entdecken, was in einem Garten machbar ist. Angefangen bei schöner Bepflanzung über das Element Wasser bis hin zur gemütlichen Sitzecke. Auch das moderne Büro ist hier zu finden und das Stammhaus sowieso. Kein Tag vergeht, an dem Emil Wesser nicht selbst im Garten Hand anlegt und die grüne Idylle genießt, wobei sein klassischer Gemüsegarten heutzutage etwas ganz Besonderes ist.

Vieles hat sich in den sechs Jahrzehnten verändert. So sind etwa pflegeleichte Gärten gefragt wie nie zuvor. Dabei versucht die Firma Wesser eine Gegenbewegung zum Kiesgarten einzuschlagen. Denn eine sorgfältig ausgewählte und angelegte Bepflanzung kann durchaus einfach zu pflegen sein. Die Kunden sind im Übrigen selbstständiger geworden, informieren sich im Internet und sagen genau, wie sie sich ihren Garten vorstellen. Familie Wesser fühlt sich bei alldem der Tradition verpflichtet, jagt nicht jedem Trend hinterher, wie sie selbst sagt. Modern geht es dennoch zu, auch im Umgang mit dem 25-köpfigen Team. Für die Mitarbeiter gibt es ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Mal ist es ein Rückenkurs, der angeboten wird, mal ein anderes Gesundheitsprogramm. Die nächsten 60 Jahre können kommen...

>>>DAS PROGRAMM

Zwölf Stunden lang wird am Samstag, 9. September, von 12 Uhr bis Mitternacht, das Jubiläum von Wesser Gärten, Grün & Service, Am Blaufuß 70, gefeiert. Von 12 bis 18 Uhr geht‘s für Kinder je 1,5 Stunden in die Naturwerkstatt. Baggerdiplom, Kreatives sowie Verpflegung gibt es für fünf Euro. Eine Maschinenschau und ein interaktiver Sinnesgarten warten auf die Erwachsenen.

Die Nacht der offenen Tür startet mit Sonnenuntergang. Das Landhaus Drögenkamp verpflegt die Gäste und als Überraschung gibt es einen Zauber aus „Tausendundeiner Nacht“.

Die Einnahmen aus dem gastronomischen Bereich fließen in das Projekt „Winterquartiere für Fledermäuse“ der Biologischen Station im Kreis Wesel.

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