Gastronomie

Wesel: Politik kommt nicht zur Protest-Party im Biergarten

Biergartenbetreiber Dirk Aberfeld hat die Politik zur Protest-Party eingeladen – doch die winkt ab.

Biergartenbetreiber Dirk Aberfeld hat die Politik zur Protest-Party eingeladen – doch die winkt ab.

Foto: Markus Joosten

Wesel  Dirk Aberfeld wollte mit der Politik über auslaufenden Pachtvertrag reden. Laut Bädergesellschaft gibt es mehrere Nachfolge-Interessenten.

. Biergarten-Betreiber Dirk Aberfeld hat auch die Weseler Politik am Freitag ab 18 Uhr zur Protest-Party in seinen Biergarten am Rhein eingeladen. Doch die winkt fast geschlossen ab. In einem gemeinsamen Schreiben erklären Bürgermeisterin Ulrike Westkamp sowie die Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU, Grüne, Linken und FDP gemeinsam, dass sie nicht zur Party erscheinen werden. Der Pächter des Biergartens an der Rheinpromenade will mit der Veranstaltung dagegen protestieren, dass sein im März 2020 auslaufender Pachtvertrag mit der städtischen Bädergesellschaft, die Eigentümerin des Grundstücks ist, nicht verlängert werden soll.

Für Dirk Aberfeld, der den Biergarten sei 2013 betreibt, ist die Entscheidung unverständlich – auch die Aussage, es habe Beschwerden von Gästen gegeben. Mit der Party und Informationsveranstaltung möchte er zeigen, dass viele Gäste hinter ihm stehen. Aberfeld sieht bei der Entscheidung auch die Politik in der Verantwortung, doch die Fraktionen und auch die Bürgermeisterin sehen das anders. „Da es sich bei einem Pachtvertrag um ein laufendes Geschäft der Bäder GmbH handelt, obliegt die Entscheidung über eine Verlängerung Ihres Vertrages der Bäder GmbH“, heißt es in dem Brief. Die Politik ist zwar im Aufsichtsrat vertreten, hat aber keine Entscheidungskompetenz in diesem Fall.

Biergarten bleibt auch nach 2020 weiter geöffnet

Außerdem weisen die Unterzeichner „um Missverständnissen vorzubeugen“ darauf hin, dass der Biergarten auch über 2020 hinaus geöffnet bleiben soll. Bei einigen Weselern ist aufgrund der Diskussion, die auch in den sozialen Netzwerken eifrig geführt wird, offenbar der Eindruck entstanden, dass der Biergarten geschlossen werden soll. Tatsache ist aber, dass es 2020 mit einem neuen Betreiber weiter gehen soll, wie Bäder-Geschäftsführer Martin Christoph auf Anfrage mitteilt. Wer das sein wird, sei noch nicht entschieden, versichert er. „Wir sind noch in der Findungsphase.“ Da der Standort sehr attraktiv sei, gibt es laut Christoph bereits mehrere Interessenten – entschieden hat sich die Bäder GmbH noch nicht. Das werde erst in den nächsten Monaten geschehen. Auch soll über ein Konzept nachgedacht werden, damit der Biergarten ein Highlight werde. „Der Standort bietet viele Möglichkeiten“. Christoph bestätigt, dass die Entscheidung, den Pachtvertrag nicht zu verlängern, unter anderem mit Beschwerden von Gästen zu tun haben.

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