Edeka Herbede

Bürgerkreis kritisiert Ausschreibung Gerberviertel

Das Gerberviertel soll für einen Edeka-Markt erschlossen werden.

Das Gerberviertel soll für einen Edeka-Markt erschlossen werden.

Foto: Haenisch / waz fotopool

Witten.   Einziges Gebot für das Grundstück liegt unter Mindestverkaufspreis. Ausschuss tagt am Dienstag öffentlich.

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Der Bürgerkreis Herbede kritisiert vor der Sitzung des Wirtschafts- und Standortmarketing-Ausschusses am 19.März die Ausschreibung für das Gerberviertel als eine Farce.

Wie berichtet liegt der Stadt lediglich ein Gebot mit zwei Bauvarianten vor, das unter dem von der Stadt gewünschten Mindestverkaufspreis liegt und zudem an Bedingungen geknüpft ist: Der Dortmunder Investor Dreier, der bereits ein Vorkaufsrecht auf das Privathaus nebst Grundstück in dem Gelände hat, bietet 212 Euro pro Quadratmeter, was einem Gesamt-Kaufpreis von knapp 1,23 Mio Euro entspricht.

Dies jedoch nur unter dem Vorbehalt, dass das Grundstück und die vorhandenen Gebäude unbelastet von Schadstoffen und sonstigen Kontaminierungen sind und auch keine bergbaulichen Einwirkungen vorliegen.

Der Bürgerkreis fordert, keinen Verkaufsbeschluss zu fassen, die Ergebnisse der Nachverhandlung bzw. einer erneuten offenen Ausschreibung in einer öffentlichen Veranstaltung vorzustellen und die Inhalte sowie weitere Schritte mit den Bürgern zu beraten.

„Erhebliche negative Auswirkungen auf das Zentrum“

„Investor und Betreiber haben nur ein Ziel: Gewinn zu vorderst. Städtische Interessen und Anwohnerbelange nur dann, wenn es dem Invest dient“, so Bürgerkreis-Sprecher Dieter Boele. „Die bisherigen Bemühungen von Verwaltung und Teilen des Rates sind unprofessionell, interessengeleitet und richten sich gegen eigens formulierte Ziele.“

Der Entwurf der Firma Dreier mit bis zu möglichen 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche verursache erhebliche negative Auswirkungen auf das Zentrum, auch wenn der Investor die eine oder andere Reduzierung vornähme. „Bei einer Reduzierung des Marktes auf 1200 bis 1300 Quadratmeter und ohne weitere Ergänzung könnte auch die Gerberschule gerettet und in die Planung einbezogen werden.“

Ausschuss tagt öffentlich

Für den Bürgerkreis steht fest: „Diese Ausschreibung war eine Farce, Prozess und Ergebnis sind somit nicht zu akzeptieren.“

Die öffentliche Sitzung findet am Dienstag, 19. März, um 17 Uhr im Ratssaal statt.

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