Jahreshauptversammlung

Bürgermeisterin dankt Feuerwehr für Einsatz im Hitzesommer

Für den Hitzesommer 2018 kam es zu spät, aber jetzt steht es der Feuerwehr zur Verfügung: ein geländegängiges Löschfahrzeug, das gerade bei Waldbränden in den zunehmend trocknen Sommern gebraucht werden könnte. Foto:Christian Lauterbach, Archiv

Für den Hitzesommer 2018 kam es zu spät, aber jetzt steht es der Feuerwehr zur Verfügung: ein geländegängiges Löschfahrzeug, das gerade bei Waldbränden in den zunehmend trocknen Sommern gebraucht werden könnte. Foto:Christian Lauterbach, Archiv

witten.   An gerettete Bäume denkt wohl keiner im Zusammenhang mit Wittens Feuerwehr. Doch genau dafür wurde ihr jetzt im Saalbau ausdrücklich gedankt.

Die Bürgermeisterin hat der Wittener Feuerwehr bei ihrer Jahreshauptversammlung im Saalbau ausdrücklich für deren Einsatz während der Dürreperiode im Hitzesommer 2018 gedankt. Die Freiwilligen wässerten mit ihren großen Tankfahrzeugen, die bis zu 3000 Liter fassen, die ausgetrockneten Bäume. Sonst hätten wohl gerade viele junge Bäume nicht überlebt, würdigte Leidemann den außergewöhnlichen Dienst am Grün.

1778-mal wurde die Feuerwehr im Vorjahr alarmiert, was den vergangenen Jahren entspricht. 322-mal rückten die Einsatzkräfte zu Bränden aus, 1059-mal zu technischen Hilfeleistungen wie umgestürzten Bäumen, eingeklemmten Insassen bei Verkehrsunfällen, Ölspuren oder Tieren in Not. Spektakuläre Großbrände wie 2017 (Pelzer) gab es nicht.

Besorgte Anrufer verwechseln Wasserdampf mit Rauch

Hinzu kamen die üblichen Fehlalarme. „Oft geschah das aber in guter Absicht“, sagt Feuerwehrsprecher Ulli Gehrke, „wenn zum Beispiel jemand wegen eines Kellerbrandes anrief.“ Oftmals werde dann Wasserdampf mit Rauch verwechselt, verursacht etwa durch einen Abluftwäschetrockner im Winter. Mit 10.000 Einsätzen hatte der Rettungsdienst wieder die meisten Aufgaben zu schultern.

Der neue Feuerwehrchef Mario Rosenkranz, der im Dezember Nachfolger von Hans-Joachim Donner geworden war, bedankte sich besonders bei der Freiwilligen Feuerwehr: „Sie ist ein elementarer Bestandteil im Gefüge der Stadt“, so der 51-jährige Brandrat. Die Ehrenamtlichen seien neben ihren normalen Einsätzen sehr in der Aus- und Fortbildung aktiv und engagierten sich vorbildlich etwa für die Jugendfeuerwehr. Rosenkranz dankte auch Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter freistellen. „Das ist in der heutigen Zeit längst nicht mehr selbstverständlich.“

Gerätehäuser in Witten-Stockum und Rüdinghausen werden gerade renoviert

Brandschutzdezernent Matthias Kleinschmidt zeigte sich zufrieden mit dem Zustand von Gerätehäusern und Fahrzeugen. Renoviert werden aktuell die Wachen in Stockum und Rüdinghausen. Die Personalzahlen seien ebenfalls „stabil“. Die Berufsfeuerwehr hat in diesem Jahr 14 neue junge Kräfte eingestellt. Mit den Freiwilligen kommt sie auf gut 450 Mann. Etwa 100 davon sind Hauptamtliche. Erfreulicherweise seien auch Frauen mittlerweile selbstverständlich, wenngleich sie bei der Berufsfeuerwehr noch die Ausnahme sind. Vier gibt es dort aktuell, zwei absolvieren ihren Grundlehrgang.

Der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Gerd Webelsiep, bedankte sich ebenfalls bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement, das weit über das normale Einsatzgeschehen hinausgehe. Ob Martinszug oder Weihnachtsmarkt, auch hier packten die Freiwilligen beispielsweise mit an. Jäh unterbrochen wurde die Jahreshauptversammlung am Freitagabend gegen 19.15 Uhr. Berufsfeuerwehr und Freiwillige aus Herbede mussten zu einem Unfall auf der A 43 ausrücken. Sprecher Ulli Gehrke: „Das ist Feuerwehrleben live!“

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